Ein Hafenstädtchen, das Meer, der Regen und wir
24. Juli 2026

Unsere Nacht war so ruhig, dass wir nicht mitbekommen haben, dass sie schon vorbei ist 🤭, drum war’s dann schon 9:30 als wir aufstanden. Ihr wisst ja: Nespresso, Milchschäumer (ohne Milchschaum können wir Kaffee im Urlaub leider auch nicht mehr trinken - nobel geht die Welt zugrunde 😂.

Das Wetter ist immer noch bedeckt, aber eigentlich nicht dramatisch kalt, so 23 Grad. Trotzdem überlege ich, ob eine lange Hose nicht angebracht wäre 🤭, entscheide mich dann aber dagegen, schließlich ist Sommer. Unser toller Stellplatz ist ein Stellplatz ohne Strom und obwohl ein Strombock in der Nähe und frei ist, hat der junge Mann gestern darauf bestanden, dass dieser Platz keinen Strom hat - na gut, ist uns ja seit Michis Upgrades eh Wurscht, wir haben PV und wir wollen unbedingt da stehen bleiben - hier sind wir alleine und hinter uns das Meer. menschliche Laute dringen nur sehr leise als Idee an unsere Ohren - so soll’s bleiben. Nachdem es aber immer noch bewölkt ist, wird’s ohne Landstrom aber langsam blöd. Jz gibt es die Möglichkeit, nochmals zur Rezeption zu gehen und ihn vollzuquatschen oder aber den Strom einfach anzustecken - wir normalerweise eh sehr regeltreu entscheiden uns für Zweiteres und stecken uns einfach an, weil wer viel fragt, kriegt viele Antworten - das hat er jz davon, hätte er nicht Nein gesagt 🤷🏻♀️. Wir also die vollen Rebellen, die die nächsten zwei Stunden immer wieder damit verbringen zu schauen, ob wer kommt und mit uns schimpft 😱, echte Schisshasen also, die gerne Revolutionäre wären 😂. Es kommt niemand, wir entspannen uns, Michi gleich so, dass er gefühlt überhaupt nimma fertig wird. Ich hab beinah ein Buch ausgelesen, die Reise gefühlt zu Ende geplant, mich behübscht und Müsli gemacht, bis Michi endlich fertig ist, um ins Städtchen zu fahren 🙄. Urlaub. Wir sind im Urlaub! ☝️



Wir rollern also nach einer gefühlten Ewigkeit endlich nach Llanes, ein entzückendes, kleines Städtchen, in dem wir den Nachmittag verbringen. Zuerst schlemmen wir zu Mittag eine asturische Spezialität- Cachopo (zwei asturische Rinderfilets mit Serranoschinken und Käse gefüllt) und schauen dem Kellner zu, wie er Apfelwein einschenkt - damit er spritzig im Glas ankommt, wird er von weit oben eingegossen und nur wenig, weil er gleich getrunken werden soll. In einigen Sidrerias stehen die Leute sogar angestellt, um das flüssige Gold zu kosten. Seht selbst:


Nach einem ausgezeichneten Mahl bummeln wir durch die Stadt, immer auf der Suche nach der belebten Umgebung. Kennt ihr das? In Google Maps sind die Zentren von Städten, wo das Leben pulsiert mit „belebter Umgebung“ gekennzeichnet, weshalb unsere geflügelte Phrase ist: dort gehen wir hin, dort ist belebte Umgebung! Die belebte Umgebung von Llanes ist zwar nicht groß aber entzückend - ein liebliches Fischerdörfchen.



Den Abschluss bildet die Strandbar, diesmal am anderen Strand (genau, drum heißt der CP entreplayas) 😉

Am Abend kommen dann nochmals Wolken und bissi Regen, weshalb wir (nach dem Duschen wohlgemerkt) in der Hilde rumkugeln und lesen.
Unser morgiges Wanderabenteuer wurde abgesagt, weil Tantchen mich auf einen Recherchefehler aufmerksam gemacht hat: ich wollte die Ruta de las Caras gehen - ein leichter Rundweg mit großen in Stein gehauene Figuren, Dauer ca 1,5 Stunden - tja, die ist aber leider in Madrid, die namensgleiche Wanderung hier im Picos de Europa ist zwar auch größtenteils flach, aber 24km lang - da hätte sogar ich geschaut 😳. Wir gehen also nicht wandern, Michi ist außer sich vor Freude - naja, das ist ein Einzelfall - wenn wir gar keine Sachen mehr machen, die anstrengend sind, dann bin ich außer mir vor Freude, aber auch ein wenig traurig, weil man ja durch Herausforderungen wächst, haha - und schließt Tantchen täglich in seine Gebete ein. 😂
