Die Abenteueranreise zum längsten Strand Galiziens
10. August 2026

Jetzt hinter der Hilde im Schatten zu sitzen, dem gingen heute einige Abenteuer voraus. Lasst uns in der Früh beginnen - der CP war okay, aber keine Erfüllung, vor allem nachdem sich unsere italienischen Nachbarn Tür an Tür mit uns gestellt haben 🙄. Für unsere Verhältnisse waren wir also schnell weg 🏃♀️🏃. Ich hatte etwas Kopfweh und war eigentlich nicht so auf Abenteur eingestellt, aber wir kennen Sabine, wenn was auf der Liste steht, haha. Naja, ich liege im Bett, müde und unverletzt, geduscht und guter Dinge, also war es ein guter Tag. Heute war Abenteuertag, weshalb wir zwei Spots auf der Liste hatten. Zuerst steuerten wir einen Wasserfall an - Ézaro Wasserfall. Der einzige Wasserfall, der am europäischen Festland in den Atlantik fließt - 40m. Wohnmobile durften nicht bis ganz hinten fahren, so spazierten wir den Kilometer Richtung Wasserfall. Ein schöner, kleiner Ausflug mit einem leckeren Kaffee am Rückweg.



Dann ging’s weiter Richtung Horreo de Carnota - einer der größten Getreidespeicher der Welt. Er ist aus Granit und misst knapp 35m, wurde im 18. Jahrhundert erbaut diente der Trocknung von Mais und Getreide. Die kreisrunden Granitplatten auf den Säulen dienten als Barriere gegen Nagetiere 🐭. Nachdem es heute extrem heiß war, gönnten wir uns ein Magnum Double Nocciolone im Schatten 🤩. Der angrenzende Friedhof ist auch ein bisschen lustig - Gräber wie Spinde 🤭. Seht selbst.



Ein paar Kilometer entfernt ist der längste Strand Galiziens - Playa de Carnota - 7km lang. Wir also hin, die Anfahrt, was soll ich euch sagen, Breite ein Auto 🙄 Wir weichen einem entgegenkommenden Kastenwagen aus, Bankett schien flach zu sein 😩 Wars nicht, unter dem Gras war ein Loch und ein betoniertes Rohr (scheinbar zum Abrinnen des Regens), plötzlich hingen wir mit Hilde komplett schief drinnen 😩. Ich schmiss die Nerven, innerlich versteht sich, man soll den Fahrer ja nicht stressen. Michi blieb cool, schaffte es mit vor und zurück wieder raus und wir kamen mit einem Schreck und Schock davon. Der Strandparkplatz ist groß und schon von einigen Wohnmobilen besetzt, für uns Platz genug.

Dann ging’s los unsere Odysee 🙄. Wir packen das Strandequipement und gehen ganz naiv vor zum Strand - glauben wir. Wir landen gleich mal an einem kleinen Meerzufluss und denken immer noch, wir gehen rundum und über die Düne. Die Menschen, die hüfttief durchs Wasser waten blenden wir aus - bis das nimma geht und wir beschließen, die Expedition mit weniger Gepäck zu starten 😂. Wir also zurück zur Hilde und machen uns nur mit Strandtasche und einem Schirm auf ins Abenteuer. Wir waten also auch durch den Zufluss, erklimmen eine Düne - eigentlich eine Dünenlandschaft und schaffen es iwann total erschöpft an den Strand 🏖️ schließlich haben wir von Weitem Schirme gesehen, es gibt sie also, die heutige Strandbar - wir wissen dazwischen nur nicht, ob wir dort jemals ankommen werden 🤣.



Der Strand, der sich uns bietet, ist allerdings traumhaft 🤩. Wir richten unser kleines Strandlager ein und hüpfen in die Wellen, an einem Ort, an dem Stunden wir Stunden später spazieren, weil der Tidenhub hier so groß ist, dass das Meer an die 150m zurückgeht 😱.


Mit letzter Kraft erreichen wir die Strandbar und weil wir uns die heute echt redlich verdient haben, wandern wir danach ein paar Meter weiter in die nächste 🤭. Am Weg zurück sind die Zuflüsse nicht mehr hüfthoch, sondern nur mehr bis zum halben Unterschenkel hoch, somit ist unsere Rückreise eher trocken und unkompliziert. Jetzt simma aber müde - von so viel Abenteuer. Wir haben uns schon mal vom Meer verabschiedet. Das beste kommt ja bekanntlich zum Schluss und der heutige Tag am Strand war wirklich einmalig. Also ciao mare, vielleicht sehen wir uns am Mittelmeer etwas später. Heute haben wir auch noch nach einer Bleibe für die große Sonnenfinsternis gesucht - wahrscheinlich müssen wir wegen dem Wetter ins Landesinnere und dann fahren wir gleich durch die Sierra Nevada runter nach Barcelona…

Strandparkplatz playa de Carnota - kostenlos
