Regnerisch angesagt

Heute hatten wir eine angenehme Nacht – mal wieder richtig schlafen können. In der Früh haben uns die Nachbarn beim Packen aufgeweckt. Sie fahren heute ab. Sabine meint, sie waren nett. Mag sein. Sie haben mich freundlich gegrüßt, und mehr braucht es im Urlaub eigentlich nicht für eine gute Nachbarschaft. Sie waren nett und vor allem waren sie eins: leise 😂

Wir haben gefrühstückt – Sabine hat wieder Bäckerei-Sachen geholt – und sind dann zum Wochenmarkt gefahren, wo wir vor zwei Wochen schon einmal waren. Nur heute war es unangenehm heiß und überfüllt. Trotzdem haben wir Oliven, Schinken, Käse, Obst und Paradeiser gekauft. Das ist so ein Urlaubsritual: Man kauft lokale Sachen, obwohl man zu Hause nie auf Märkte geht. Dann waren wir noch im Mikro-Supermarkt und haben Getränke gekauft. Vor lauter vielen Menschen hab ich zu wenige Fotos gemacht 😩.

 

Zurück am Platz haben wir erst einmal geduscht und sind dann direkt ans Meer gegangen. Ich lese auf Sabines Handy die Drei-Sonnen-Trilogie. Wenn ich einmal mit Lesen beginne, kann ich schwer aufhören. Diese chinesische Science-Fiction ist so faszinierend verstörend, dass man völlig die Zeit vergisst – perfekt für lange Strandtage. Schwer aufhören ist leicht übertrieben, nicht mehr ansprechbar trifft es besser  🫣


Irgendwann donnerte es nördlich von uns und Blitze waren zu sehen, also haben wir meine selbstgenähte Markise gegen die Regenmarkise gewechselt. Ein kleines Abenteuer zwischen Entspannung und Wettervorhersage. Morgen soll es regnen.

Zum Abend haben wir die Sachen vom Markt gegessen – frische Tomaten, lokaler Käse, alles schmeckt irgendwie besser, wenn man es selbst ausgesucht hat. 😂

Dann haben Deutsche neben uns den Platz besetzt – glücklicherweise nur eine Tochter in der Pubertät, sagt Sabine, die offenbar glücklicher ist, je weniger kleine Kinder sie sieht. Jeder hat so seine Urlaubsprioritäten. Pubertierende schlafen und spielen Handy, quietschen dabei recht selten, was ich eine echte Bereicherung für meinen Urlaub finde 🤭. 

Jetzt gerade werde ich von einer Herde Fliegen und Gelsen terrorisiert und werde duschen gehen. Dann werden wir wieder Pokern, manchmal ist das Paradies eben ein bisschen summend und aufdringlich – aber immer noch besser als jedes Büro.​​​​​​​​​​​​​​​​

 

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