Die Todespiste zum schönsten Strand Europas

Ok, heute haben wir wieder einen spannenden Tag gehabt.

Um 9 Uhr aufgestanden, das Frühstück vom Carrefour gegessen – und die Hälfte für morgen übriggelassen und ich hab noch schnell einen Digioneer-Artikel über Drohnen geschrieben. Ist gut und lange geworden. Die Drohnen sind ein Megathema und aus meiner Sicht noch nicht annähernd ihrer Wichtigkeit entsprechend in den Medien!

Dann das übliche Programm der letzten Tage: Duschen, Hilde startklar machen und dann ewig durch die korsischen Berge in endlosen Serpentinen fahren.

Zwischenbericht von Sabine, die, als ich hier so schreibe, erfrischt und sauber von der Dusche zurückkommt: Die Dusche hier am Stellplatz ist großartig – eine Regenwalddusche, nicht weit entfernt! Wirklich geniale Dusche hier 🤩

Wir fahren also durch die Gebirgszüge und kommen in irgendeiner korsischen Stadt an – den Namen kann ich mir eh nicht merken. Wie üblich sind wir durch die Fußgängerzone in die Stadt gefahren, aber später haben wir erkannt – das war tatsächlich der einzige Weg durch die Stadt! Sartene – laut Reiseführer die korsischte aller Städte. 

Parkplatz gesucht, gefühlt 10 km außerhalb gefunden, und dann bergab in die Stadt. Klar, was das bedeutet: Rückweg bergauf. War aber gar nicht so weit, wie’s ausgeschaut hat. 😜 Nachdem Michi jz immer rauf und runterfahren muss, hat er glaub ich kein Problem mehr mit raufgehen, immer wenn es jz bergauf geht, sag ich: gehen oder lieber mit der Hilde fahren?, dann geht er lieber 🤣.  

Am Hauptplatz Kaffee geschlürft und Leute beobachtet. Sabine und ein Kellner witzeln über die Toiletten, die zuerst gar nicht da waren, aber dann doch da waren, aber im Keller, der Abgang so schmal, dass ich wahrscheinlich nicht durchgepasst hätte. Das war echt a Hetz mit dem Kellner 😂. 

Durch die Gassen geschlendert – wobei Fußgängerzone hier relativ ist, weil ständig Autos durchfahren. Die Geschäfte waren nichts Besonderes, aber in den kleinen engen Gassen haben wir für Dani und Ines wieder was Nettes gefunden.

Wollten eigentlich nichts über 20 Euro fürs Essen ausgeben – haben auch nichts gefunden.

Also zurück zu Hilde, Sabine macht leckere Sandwiches, und weiter zum “schönsten Strand Europas”. Laut Reiseführer Frankreichs, aber manchmal wurde er auch schon zum schönsten Strand Europas gekürt. Essengehen ist hier tatsächlich sehr teuer 🫰. 

Kurz nach Bonifacio eine schnurgerade Straße – nach all den Serpentinen pure Glückseligkeit! Ich hatte Tränen in den Augen!! 😂😂😂

Bis zur Abzweigung zum berühmten Strand.

Fing harmlos an mit ein paar bequemen Kurven, schöne Straße bergauf. Zwar wieder Serpentinen ohne Ende, bergauf und bergauf. Aber auf der anderen Seite runter zum Strand wartete eine grottenschlechte Straße auf uns!!! Keine Mittellinie und naben der Straße eine tiefe Böschung. Strandbesucher kommen uns in Kolonnen entgegen, die Straße gerade breit genug für zwei Autos – ihr könnt euch vorstellen, wie das war. Sabine – die ja weder ein Lenkrad noch eine Bremse bei ihrem Sitz hat, hat – glaube ich – mehr gelitten als ich. Ich war nur hyperkonzentriert und alles ging gut. Michi hat das super und souverän gemeistert, aber ich hab mir einen Drink verdient nach dem Ritt. 

Am Ende einen Parkplatz für 9 Euro ergattert und nun ab zum “schönsten Strand Europas”.

Totale Enttäuschung.

Schaut euch die Bilder an, macht euch selbst ein Bild. Für mich würde der nicht mal unter die 100 schönsten Strände fallen, die wir gesehen haben. Das Eiscafé war auch nicht der Burner  – Kaffeesirup mit Eis und Schlagobers.

Rückfahrt mit bangem Herzen. Fahren um 18:30 los, damit weniger Verkehr ist. Spoiler: Um halb sieben kommen immer noch 20-30 Autos zum Strand – wahrscheinlich weil der Parkplatz dann gratis ist.

War wieder ein wilder Ritt, aber alles ist gut gegangen. Hilde hat uns wieder einmal nicht enttäuscht. Brave Hilde!!! Braver Michi 🫶🏻

Oben hab ich dann eine Kolonne von 100 Autos vorbeigelassen, alle haben sich brav bedankt und waren wahrscheinlich froh heute noch nach Hause zu kommen.

Weiter Richtung Porto Vecchio – die schnurgerade Strecke von Bonifacio nach Norden ist einfach herrlich. Hilde (oder ich) hat ein paar mal “Juchu” geschrien.

Später großer Stau, 20-30 Minuten gewartet, dann rechts abgebogen. Die Straße war erträglich und wir kommen zu einem Stellplatz um 40 Euro. Die Platzbesitzerin – eine Deutsche – rügt mich, ich soll mich parallel und gerade hinstellen. Mach ich ohne Widerrede. Eine wirklich seltsame Dame 😂, wir bleiben lieb und stellen uns woanders hin, das gefällt ihr besser. 

Runter zum Strand – auf einer Hälfte waren wir nicht willkommen (warum auch immer) Restaurant und sie wollten nur essende Menschen, auf der anderen war’s nett. Sabine trinkt brasilianischen  Rumdrink, ich Cola Zero.

Raufgekraxelt zum Stellplatz, Ravioli mit Pesto gegessen, und jetzt fass ich den Tag zusammen und ihr lest diese Zeilen.

Positive Bilanz: Großartiger Tag, kein Unfall, uns geht’s gut. Froh, dass die Serpentinen hinter uns liegen. Freuen uns auf die nächsten Tage.​​​​​​​​​​​​​​​​

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