Copy, paste

Ich wache auf, weil Sabines Wecker klingelt. Und weiß nicht wo ich bin. Ein gutes Gefühl. Langsam kommt die Erinnerung. Wir sind wieder auf dem Platz, wo wir drei Wochen faul am Strand gelegen sind. Und Sabine steht an und holt uns DAS Frühstück!


Ich denke mir, täglich grüßt das Murmeltier. Aber dann beginnt sich das Gewohnte von dem Neuen zu unterscheiden. Wir stehen zum Beispiel nicht in der prallen Sonne, sondern im Schatten von einem Baum. Als ich aus der Hilde raussah, sah ich nicht das Meer sondern Camper – und unseren alten Platz, an dem nun wer anders stand. Egal, dachte ich und machte erst einmal Kaffee. Die beiden Häferl, zwei Sessel und ein Tisch brachte ich in den Schatten der Hilde auf der anderen Seite und da kam auch schon das Mandelcroissant und das Erdbeertörtchen mit der Sabine.


Ich erledige meine Morgenroutine am iPad mit einem ganz ordentlichen WLAN bis Sabine aufgeregt ruft, dass der eine Camper sich zusammenpackt und fährt – und wir könnten den Nachbarplatz wieder in der ersten Reihe haben. Naja, ich bin noch nicht fertig mit einem Artikel für The Digioneer, aber erste Reihe stehen ist halt schon cool. Sabine beobachtet die Abreise heimlich hinter der Hilde versteckt und läuft mit einem Sessel los, sobald der Camper sich in Bewegung setzt um unsere Besitzansprüche klar zu zeigen. Das war schon a bissi lustig 😂. 


Ich soll auch abfahren, sobald Sabine mir ein Zeichen gibt, also stelle ich alles weg von der Hilde auf meiner Seite, schließe den Strom ab, setze mich ans Lenkrad und fahre los. Ein kurzes Rumpeln – das waren die Keile wahrscheinlich – denke ich mit und schon bin ich auf der anderen Straßenseite und baue mich exakt in den Platz ein.

Typischer Fall von: ich hab geglaubt, er hat, er hat geglaubt, ich hab….

Sabine hält mir ganz aufgeregt die Trittstufe, die einen tiefen Riss zeigt hin und holte den orangefarbenen Kübel unter der Hilde hervor. Den Teppich habe ich auch mitgeschliffen, aber sonst ist alles gut gegangen. Sabine (und ich auch nicht) hat nicht die Sachen in Sicherheit gebracht, obwohl ich dachte, das hätte sie!

Mein Fehler, der Kapitän ist immer der Verantwortliche also sage ich: das Stockerl kaufen wir neu beim Berger! Und alles ist wieder gut. 👍

Dann ist es natürlich ur heiß in der ersten Reihe und wir hängen die Markise auf. Wie gewohnt in kurzer Zeit, und montieren auch noch das neue Baumtuch. Ich setze mich in den Schatten. Es ist Mittag und es ist sehr heiß. Das Markisemontieren hätten wir uns sparen können, nachdem wir ja auch wussten, dass wir am Abend wegfahren, aber wurscht. 

“Ich mach und noch Weckerl und dann gehen wir and en Strand“. Klar, ab jetzt mache ich Copy Paste bei einem alten Beitrag, denke ich.

Aber irgendwie … naja, wir liegen faul am Strand herum, zwischen lauten anderen Menschen. Vielen lauten anderen Menschen. Es ist deutlich mehr los als in unseren ersten drei Wochen. Die Sabine aufwecken. Ich höre Musik und diskutiere mit ChatGPT das neue, alte Glamping Modulhaus Projekt und bin dabei ganz happy.


Ins Meer gehen und Pfirsich essen – duschen gehen und…. Markise wieder abbauen, da wir uns mit Edith und ihrer Tochter bei dem tollen Restaurant treffen – im La Plage. Ich werde etwas unrund, da ich ungern unnötige Anstrengungen erleide und denke mir, die Markise hat es eigentlich nicht wirklich gebracht…. Anyway, wir haben einen schönen Abend mit den Bekannten von Sissy, die wie sich herausstellt mit uns am gleichen Schiff zurück ans Festland fahren werden.

Apropo – Die Fähre hat die Abfahrtszeit verschoben auf 19:30 und Sabine hat das nicht getaugt und sie hat auf die frühere Fähre umgebucht. Die ist aber auch 4 Stunden zu spät, weshalb sie eigentlich genau unsere Zeit ist, nämlich 12:30 Abfahrt. Ich war schnell, 5 Minuten später gab es keine Plätze mehr 💪🏻. Weil Fähre fahren können wir 💪🏻.

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