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Dreißig Prozent Steigung — oder: Sabine gibt einen Lottotipp ab

5. August 2026

Dreißig Prozent Steigung — oder: Sabine gibt einen Lottotipp ab

Aufgewacht, Kaffee gemacht, um 9:30 glaube ich. Die Nacht war heiß und später okay. Die Sonne steht so, dass unser Platz vor der Hilde im Schatten liegt. Ein wenig kühl ist es — aber wer traut sich zu jammern, wenn er von hitzefrei und 41 Grad in Wien liest? An dieser Stelle wünsche ich euch in Wien alles Gute und dass die Temperaturen bald sinken.

Also verplempern wir unsere Zeit am Laptop. Sabine macht Folien (was immer das bedeutet) - das heißt, dass ich eine Fortbildung, die ich an einer Schule halten werde Mittel PP Folien vorbereite - und ich schreibe Artikel mit meiner Co-Autorin Agathe und meinem Co-Autor Phil. Phil ist heute noch nicht ausgeschlafen, und wir brauchen fünf Durchgänge, bis das, was ich aussagen will, auch tatsächlich im Artikel steht. Aber es ist ein toller Artikel geworden. Die sollten uns zum Bildungsminister machen — wir wissen, wo der Bartel den Most holt. Der Wiederkehr ist noch nicht reif genug.

Dann gehen wir an den Strand und testen den neuen Sonnenschirm von Decathlon. Und ich muss es zugeben, auch wenn es mich einiges kostet: Er ist super. Sein Schatten ist kühl und riecht nach Meer. Perfekt. Ich hatte ja fürs Protokoll notiert, dass ich Zweifel habe. Hiermit ist das Protokoll aktualisiert. Sabine hatte recht. 🥳🥳🥳🥳

So wie der Strand. Ich glaube tatsächlich, wir hatten noch nie so einen tollen Sandstrand. Ich höre den OpenAI-Podcast zu Ende — kann ich nur empfehlen. Der Herr Altman wird da ziemlich entzaubert. Ich habe zwar schon genug Storys über OpenAI und andere LLMs geschrieben, viel Neues war also nicht dabei, aber die Originalstimmen und Originalaussagen zu hören, etwa zum Blip, war schon spannend.

Ab 17:00 finden das offenbar auch viele andere Leute, und mit einem Mal ist der Strand knackevoll. Also beschließen wir, mit den Scootern in eine Ortschaft weiter nördlich zu fahren — Sabine will einen Strandsessel kaufen, und in eine Strandbar wollen wir auch.

Die Warnung von Google Maps über starke und weniger starke, aber zahlreiche Steigungen klang noch nicht so, wie sie sich dann tatsächlich anfühlte. Die Scooter sind ja klein zusammenlegbar und auf ebenem Asphalt wirklich großartig — bergauf und auf Schotter allerdings eine Herausforderung an die eigenen Grenzen. Bergauf sind wir fast alles gegangen und haben die Scooter geschoben. Es waren definitiv mehr als dreißig Prozent Steigung, und da hat auch der E-Motor aufgegeben. Er ist eben nur elektrisch, nicht mutig. Das war echt unser abenteuerlichster Weg zu einer Strandbar 🫣 aber die Aussicht war top 🔝

Die Schotterpiste mit den spitzen Steinen war furchtbar. Auf der Rückfahrt ist sogar ein Stein zwischen Reifen und Schmutzfänger stecken geblieben, und Sabine hatte einen kleinen Unfall. Nichts Schlimmes, aber ein Schlag gegen die ohnehin beleidigte Achillessehne. Ich will mich nicht beklagen, es ist alles gut ausgegangen — aber so viel bergauf und bergab hatten wir schon sehr lange nicht mehr. Und wahrscheinlich wisst ihr ja wie ich dazu stehe. Der Ritt war sogar mir zu heftig 😩

Im Städtchen gab es dann eine Strandbar, und die war ganz voll. Kein einziger Sessel frei. Also sind wir in ein Café gegangen, haben etwas Kaltes getrunken (wer weiß was?) und sind wieder zurückgefahren.

Die Details der Rückfahrt will ich euch wirklich ersparen. Wir haben sie überlebt, die Scooter funktionieren noch — den Rest brauchen wir nicht aufzuschreiben.

Ach ja: Sabine wurde heute zum dritten Mal von einem Vogel mit Exkrementen beschossen. So viel Glück auf einmal muss man erst verkraften. Sie hat soeben einen Lottotipp abgegeben.

Zuhause sind wir dann essen gegangen — zwei Burger, zwei Getränke (siehe oben), 25 Euro. Am Campingplatz. Dann duschen. Und jetzt liegen wir im Bett. Das haben wir uns auch verdient, morgen legen wir uns einfach wieder an den Strand. Abenteuer brauchen wir jetzt länger nicht