Hilde on tour
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Design-Diesel und die Sandpiste — oder: Vollgetankt kann nix mehr passieren

20. Juli 2026

Design-Diesel und die Sandpiste — oder: Vollgetankt kann nix mehr passieren

Heute sind wir auf einem Asphaltparkplatz aufgewacht, und es war trotzdem okay. Die Nacht war kühl, das Frühstück gut. Ich habe den täglichen News-Newsletter auf den Weg gebracht, und dann ging es schon Richtung… also weiter. So genau nimmt man das mit dem Ziel ja nicht, wenn man eine Hilde hat.

Wir landen vorerst bei Carrefour, und gleich beim Eingang: eine Mikrowelle um 45 Euro. Wenn die Hilde nur etwas größer wäre… haha.

Na ja, wer sich an den Carrefour in Vösendorf erinnert — er ist riesig. Sabine besteht auf Disziplin (ohne würden wir drinnen immer noch umlaufen 🤭), und so besuchen wir diszipliniert sämtliche Regale, und guess what: Das Wagerl (ein wirklich großes Wagerl) war zum Schluss voll und knapp über 100 Euro teuer. Danach gingen wir frohen Mutes zurück zur Hilde auf Parkplatz I, wo sich herausstellte, dass nicht der gesamte Einkauf in unseren Eiskasten passt. War vorherzusehen. Wir haben eben immer viel Hunger. Beim Einkaufen. Eigentlich haben wir ja mehr Leckereien als Grundnahrungsmittel gekauft 😂. Vermutlich müssen wir morgen nochmal einkaufen, um die wirklich wichtigen Dinge zu kaufen.

Bei der Ausfahrt tanke ich noch schnell Design-Diesel — was immer das auch ist. Die Gemini-Zwerge haben keinen blassen Schimmer, und angeschrieben steht auch nichts. Aber 1,554 ist ein Schnäppchen, und ich tanke??? VOLL, juhuu. Jetzt kann nix mehr passieren.

Aufmerksame Leser dieses Tagebuchs wissen: Wenn ich das schreibe, passiert gleich was.

Ich cruise also die Autobahn entlang und bin gerade richtig im Flow, als Sabine sagt: Da musst du abfahren. (Michi glaubt die ganze Zeit, er kann jz jeden Tag 400km fahren, weil er ja so gerne fährt. Dass wir dann übermorgen schon in Portugal wären, versteht er noch nicht ganz 😝) Na gut, mache ich, und eine kurze Strecke später stehen wir vor einer Sandpiste. Wir fahren ein kurzes Stück rein, dann wieder raus. Dann eine Runde um ein großes Gewerbegrundstück, immerhin auf Asphalt. Dann wieder die Sandpiste. Sabine ist verzweifelt, ich schaue mir die Route an — Google Maps ist da sehr konkret: Die Sandpiste ist unser Weg. Also rein. Falsche Abzweigung, auf einem Feldweg umdrehen — kann ich jetzt auch —, dann die andere Abzweigung. Die Sandstraße wird sandiger und ich nervöser. Der Design-Diesel hat vermutlich auch schon vom Motorschaden-Kapitel gehört. Dann endlich: eine Asphaltstraße. Und der Campingplatz.

Der Platz
Der Platz

Wir suchen uns einen schönen Platz, Sabine wäscht und trocknet eine Maschine, und dann düsen wir mit den Rollern in die Stadt — auf dem Asphaltweg, der vom Campingplatz gemütlich und breit hineinführt. Nach der Sandpiste kommt mir Asphalt vor wie ein roter Teppich.

Dort erwartet uns die nächste Überraschung: circa 100.000 Menschen an einem enorm großen Strand! Sabine motiviert mich, dass wir uns in die Wellen schmeißen, und das tun wir dann auch — nachdem wir die Roller an einer Laterne neben einer Dusche abgeschlossen haben. Das Schloss war diesmal dabei, wir lernen. 😂😂 Die Wellen sind hoch, die Strömung stark und das Meer gar nicht so kalt. Erfrischt und durchgebeutelt laufen wir zurück zur Dusche und fahren dann den ganzen Strand bis zur Spitze ab. Am Weg sehen wir 10.000 Womos am Straßenrand und 100.000 Bettenburgen. Irgendwie erinnert mich das an etwas, und Sabine meint: Stell dir ein paar Millionen Schirme in Reih und Glied vor. Das tue ich — und weiß es: die obere Adria! Nur mit Wellen und ohne Animateur.

An der Spitze werden wir belohnt, von einer Bar: Cola und Weißwein. Du weißt schon, für wen was.

Später fahren wir zurück. Auf Asphalt, versteht sich. Ich habe heute gelernt, Straßenbeläge zu würdigen.

Zurück am Platz gehen wir duschen und essen zu Abend. Die Lautstärke ist erträglich — da wir am Rand der Anlage stehen, jedenfalls nur von einer Seite.

Camping Playa del Regaton 39,90/Nacht