Wir sind der Räuberbande knapp entkommen!

Ja, du hast richtig gelesen. Es war wie der Bundespräsident zu sagen pflegt A*schknapp!

Aber alles der Reihe nach.

Die Nacht war soweit stürmisch, aber nicht unangenehm. In der Früh haben uns die Nachbarn, die ja praktisch direkt an der Hilde klebten uns aufgeweckt, aber wir wollten ohnehin nicht allzu lange schlafen. Es war 9 🤩Ich habe Kaffee wie üblich gemacht, und wir haben hinten am Heck im Schatten eines Schuppens gefrühstückt. Dann in das kalte Meer kurz Beine einweichen gewesen und nach einer erfrischenden Dusche geht Sabine zahlen. Von Weitem sehen wir die Küstenwache und beobachten, wie ein kleines Schiff, das sich in der Nacht offenbar losgerissen hat, von derselben abgeschleppt wird. Offenbar schlecht vertäut, ist es am Strand gelandet und in der Schieflage hat es einiges Meerwasser geladen 🙂

Nachdem alle vor uns gefahren waren konnte auch wir unseren Platz verlassen und sind auf und davon – Richtung Barcelona. Von Dalí zu Gaudi!
Michi fährt die Serpentinen mit einem Affenzahn, so, dass der Mistkübel aus dem Kasten fliegt 🙈 Wir erinnern uns: vor vier Jahren die ersten Serpentinen bekam er vom hysterischen Anfall bis zur Verweigerung alle Zustände 🫢 Und jz? Jz fürcht ich mich bald 😂

Wir denken nichts Böses und fahren so vor uns hin auf der Autobahn, als plötzliche von links hinten ein Auto hupend und blinkend zu mir aufschließt und ein Mann wild auf die Hilde zeigt. Mir fährt der Schreck in alle Glieder und ich denk, ich muss da jetzt rechts ranfahren, weil die Hilde ein schweres Leiden hat. Geht nur nicht so einfach, weil ich automatisch langsamer geworden bin und mich jetzt rechts hupende Autos überholen. Jetzt sagt Sabine, das habe ich in den Facebook Gruppen gelesen – ja nicht stehenbleiben, die wollen uns ausrauben. Ja, genau! Denke ich mir, checke die beiden Rückspiegel, kann nichts erkennen, Sabine klettert auf das Bett und schaut hinten raus. Nichts Verdächtiges zu sehen. Die Räuber sind einstweilen auf den Pannenstreifen gefahren und haben die Warnblinkanlage angestellt. Wir glauben den Berichten über diese modernen Wegelagerer und fahren stoisch weiter. Einmal versuchen die Räuber es noch einmal, dann geben sie auf und verschwinden im Rückspiegel.

Wir sind entrüstet und gleichzeitig erleichtert, denn man hört auch von Fällen, wo die Räuber Steine auf die Autos werfen, damit es dramatischer klingt.

Ein paar Kilometer später sehen wir die Räuber wieder. Sie stehen mit eingeschalteter Warnblinkanlage am Pannenstreifen mit einem Auto mit Belgischen Kennzeichen und der Fahrer – ein kleiner gedrungener Verbrecher steigt gerade aus …

Jetzt hat Sabine genug, sie ruft – auch auf Anregung von Dani – den Euronotruf (112 übrigens) an und gibt die Kennzeichennummer durch. Die Dame war sehr nett und tat so, als wäre es kein Einzelfall…. Sabine schreibt den Vorfall auch noch in die Facebook Gruppe, wo viele Mitglieder sich für die Info und die Erinnerung bedanken. Die Klugsch….mal ausgenommen 🙄

Einmal überholen wir die Wegelagerer noch, aber dann erreichen wir die Stadtgrenze von Barcelona und müssen uns auf den wirklich starken Verkehr konzentrieren.

Wir finden den Campingplatz genau da, wo wir ihn vor 10 Jahren verlassen haben und bekommen „leider“ nur mehr einen Platz direkt am Meer. Zwar hinter einem Zaun, aber den nutzen wir gleich, um das Sonnensegel zu befestigen. Dann gehen wir in das badewasserwarme Meer, dann duschen und machen uns fertig für unseren Ausflug nach Barcelona. Sabine nimmt den langen Weg zur Busstation :)) 🙈 Ich sag’s euch, blöder geht kaum. Hab ich mir eingebildet….20 Min später war ich dann auch beim Bus 🙈. Dann hätten wir auch noch den 95er statt dem 94er nehmen sollen, na wurscht, wir kamen an, halt a bissi später. 


In Barcelona gehen wir die Rambla  runter, besuchen den Markt und essen ein paar Tapas. Der Bürgermeister von Madrid ist auch zu Besuch, umringt von Kameras und begeisterten Spanier:innen. Er stellt sich direkt neben mich, wobei ich nur den Tumult bemerkt habe, denn er stand hinter meinem Rücken und ich hatte gerade ein super wichtiges E-Mail in Arbeit. Die gesamte Markthalle war in Aufruhr wegen dem Madrider Bürgermeister und Michi muss gerade arbeiten 😂. Die Angestellten der Tapas Bar haben voll den Film gedreht. Nebenan sitzt ein Brasilianer, der ihnen verklickern will, dass er in Brasilien auch famoso ist 😂. 

Dani schreibt uns ein paar Geheimtipps, leider müssen wir das auf morgen verschieben – wir sind müde und versumpern mit Sangira, einem Kaffee Con Leche Y una Aqua Minarale Con Gas 🙂 Das kann ich bestellen, dann ist mein Spanisch Wortschatz erschöpft 🙂 Egal wo wir sind, Michi sagt diesen Satz, auch, wenn er eigentlich was anderes trinken würde wollen 😂


Um 9:38 pm. geht es Richtung Campingplatz zurück und wir diskutieren lebhaft, ob ein „Fußgängerübergang“ auch eine Brücke sein kann (was natürlich möglich ist – meiner Meinung nach…). Die heißt dann Fußgängerbrücke 😉. Aber egal, heute sind wir müde und froh, vor Hilde zu sitzen und das Meer rauschen hören. 

Uff, es ist natürlich noch das ein oder andere Erinnernswerte passiert, aber die Räuberpistole und der Besuch in Barcelona haben alles getoppt. Mahlzeit! Es war wieder ein lustiger, schöner und spannender Tag 😍

*Camping Tres Estrellas – 60,-/Tag* 🙈

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