Vögel, Reis und Sandpiste

Was wir heute alles gelernt haben!!!!

Ganz erstaunliche Dinge, und das nur, weil Sabine Internet hatte und wir in das Delta vom größten Fluss in Spanien gefahren sind.

Wie gewöhnlich merke ich mir nur die unwichtigen Dinge und mir fällt auch gerade nicht der Name von dem Fluß ein… B.. soundso, oder? Egal. Ich erzähle einfach, was wir heute so erlebt haben.

Nachdem wir Kaffee getrunken hatten und die Hilde startklar gemacht haben, waren wir noch im Meer – mit erstaunlich hohen Wellen. Das machte viel Spaß und so verließen wir den Stellplatz um 11:03 – also zu spät. Da gar nichts passierte (obwohl wir drei Minuten zu spät waren!!), fuhren wir auch gleich noch Wasser lassen/fassen. Dann auf die Autobahn auf den Weg in das Delta. Das Ebrodelta (Sabine ist gerade mit den gewaschenen Handtüchern zurück gekommen.) ist, wie oben beschrieben das Ende vom großen Fluss und der hat über die letzten Hunderttausend Jahre allerhand gute Spurenelemente und andere Sachen aus dem Landesinneren hier abgesetzt. Und jetzt wächst hier: Reis. 😳 Wohin das Auge reicht schaut es hier aus wie in Kambodscha (wie man es aus Filmen kennt). Reisfelder ohne Ende.
Funny Fact: Wer jetzt glaubt, dass Spanien damit zum größten Reisproduzenten geworden ist irrt: das ist …. Italien!! 🧐🥳


Wie auch immer – neben Reis hat sich hier auch eine große Anzahl an Vögel bereitgemacht. Exakt 386 Sorten (glaube ich).

Nachdem wir eine ziemlich künstliche Entität am Strand aufgesucht haben und hinter Dünen auch zum Strand (ohne Schwimmen!) gegangen waren, fuhren wir zu einer Vogel Beobachtungs Station. Aaaallssoooooo…in Wirklichkeit war das so: ich sage links abbiegen, Michi sagt „Nein, das ist ja eine Sandpiste“ und fährt weiter. Wir also wieder zurück. Michi erzählt mir die ganze Zeit, da ist nix und schon gar keine Vögel und auf einer nicht asphaltierten Straße – es waren 10 m zum Parkplatz – bleibt er schon mal gar nicht. Gut, ihr wisst ja schon, mein Plan, also braucht es manchmal ein wenig Geduld. Alle Einwände pariert, dann wollte er noch was zu trinken mitnehmen – für 50 m zum Observatorium. Gut, soll so sein. So machen wir uns auf den 3 Minuten Marsch mit Getränk, Hut, Fernglas und einem Michi, der hier fix keine Flamingos sehen wird 🙄. Die schien geschlossen zu sein (was sie auch war – da wir um 16:00 da waren und sie erst um 16:30 aufsperrt – aber darauf sind wir nicht gleich gekommen). Daher gingen wir vorsichtig über eine unbestimmte Straße in die Felder hinein, nur um am Ende des Weges das hölzerne Beobachtungshaus zu finden. Darin war es still wie in einer Kirche – einen Mann mit Riesen-Tele wollte offenbar niemand stören. Wir nahmen Platz und blickten durch eine Luke auf einen kleinen lieben See und sahen: Pelikane!

Nein, Spaß es waren Flamingos. 🦩. Die sind ja bekanntlich Rosa, aber nur wenn sie genug roten Krill gegessen haben. (Das weiß ich von Hilde – der Tierpflegerin aus dem Safaripark). Die hier waren ein bisschen rosé und grau. Sabine war ganz aus dem Häuschen und mit unserem Feldstecher hat sie alle Vögel angesehen. War auch urrrr cool! 

Nach einiger Zeit gingen wir zurück und fanden auch den Shop offen. Ein Packerl Reis und einen Magneten (natürlich in Form eines Flamingos) konnten wir nicht widerstehen. Für unsere Magnetwand in der Hilde mit Magneten wo Hilde überall schon war 🤩

Dann ging die Reise weiter auf eine Sandbank, die wie eine lange Landzunge in das Meer ragt und Sabine freute sich schon darauf, dass die Hilde bald nur mehr auf einer schmalen Sandstraße im Meer fahren würde. Ich und Hilde (Hilde nicht, sie ist eine Wasserschildkröte) beteten ein Ave Maria und oh Wunder – die Trasse war für alles was einen Motor hat gesperrt!!! Michi hat immer ganz beruhigend auf Hilde eingeredet, aber ich glaub, er wollte sich wegen der Sandpiste unter seinem Popo selbst beruhigen 😂 Irgendwas von Einbrechen hat er mir auch erzählt 😂 Bei 750,- Strafe. Das war Sabine doch zu riskant und wir blieben vor der Absperrung auf einem Parkplatz stehen und vergnügten uns ins Meer. Ich bin aber immer noch sehr böse, dass wir hier nicht mehr fahren dürfen 👿 War erlaubt, scheint seit Kurzem oder in der Hochsaison gesperrt zu sein  

Seit letztem Jahr haben wir ja einen Duschsack und so war das Schwimmengehen in salzigem Wasser auch danach kein Problem. Frisch geduscht und gut gelaunt besuchten wir noch eine Strandbar, wo ein DJ so laute Musik spielte, dass alles vibrierte. Alle waren begeistert, die Drinks waren gut, das Essen (patatas bravas – die zornigen Kartoffel, weil die Sauce doch etwas spicy ist) auch und vor allem die Musik.

Wir waren eigentlich nicht lange in der Bar und verließen mit Hilde das Delta, um einen Campingplatz in rund 100 km (der am Meer sein soll) anzufahren. Die Fahrt war ruhig und ereignislos. Ich wollte schon einnicken (Quatsch) am Steuer, aber da tauchten links eine Batterie hohe Häuser auf und erregt unsere Aufmerksamkeit. Wir vermuteten eine große Stadt. Garmin führte uns in die Gegend und wir waren gespannt, was uns erwarten würde. Es war eine große Stadt – die größte Touristenstadt in der ganzen Gegend – Oropesa heißt sie. Ich habe noch nie von ihr gehört, aber sie ist berühmt. Einfach googeln 🙂 Die Hochhäuser sind die größte Freizeit- und Ferienstadt Europas 🙄 und wir mitten drin 😂

Jetzt sitze ich in einer Nische zwischen Dauercampern. Die Spanier sind alle sehr freundlich und lebhaft. Das ist wirklich sehr auffallend, wie lieb, zuvorkommend und freundlich die Spanier sind. Vor allem die vielen kleinen Kinder 🙂 (Na ja 😜) Ja, und am Meer ist der Campingplatz leider nicht. Schon am Meer, aber durch eine Straße getrennt, aber insgesamt nicht so unser Ding. Aber wir konnten hier waschen und jz sitzen wir hier und pokern mit dem Duft frischer Wäsche in der Nase, die vor uns hängt. Wir fahren wohl morgen weiter. Ich glaube auch 😊 Am Ende des Tages sind wir uns immer einig 🥰. 

Ach ja, eine Sache stimmt definitiv nicht, die ich heute geschrieben habe – wer kommt da drauf?? Antwort bitte auf Sabines Facebook Account. Ich lese Facebook im Urlaub nicht :))

*Camping Voramar – 29€/Tag*

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