Frankreich, wir kommen!

Also, der Kaffee aus unserer Kaffeemaschine schmeckt ein wenig merkwürdig, zumindest bilde ich mir das ein, weil in dem kleinen Sieb am Ende des Wasserhahns immer wieder Algen hängenbleiben. Weiß der Teufel wo die herkommen! Aus dem Tank nicht, den habe ich im Winter in meinem Büro gelagert und mit Alkohol desinfiziert. Aus der Pumpe, dem kleinen Vorfilter und dem supercoolen Hauptfilter, der aus jeder Lacke köstliches Trinkwasser macht – auch nicht. Aus dem Wasserboiler auch nicht – alles über den Winter ausgebaut, ausgetauscht und desinfiziert. Also bleibt nur ein Meter blauer Schlauch und der Wasserhahn von IKEA übrig. Beides äußerst unwahrscheinlich. Aber es ist definitiv grün. Das, was im Sieb hängenbleibt. Eine neue biologische Sensation? Eine außerirdische Lebensform?

Naja, jedenfalls schmeckt der Kaffee mit diesem Wasser komisch, also notiere ich mir: Wasser kaufen. (Kleiner Spoiler – der nächste Morgen-Kaffee mit dem Wasser aus der Plastikflasche: großartig!!)

Was man sich so alles einbilden kann 🙄 Der Kaffee schmeckte natürlich nicht anders.

Dann packen wir das Vordach und alles andere ein und verlassen, den ruhigen Campingplatz. Der nette Mann winkt uns noch sehr freundlich und wir fahren Richtung Frankreich.

Nach ein paar hundert Kilometer kommt die erste Baustelle. Was ich nicht wusste, die Baustelle werden nicht mehr aufhören. Hunderte Kilometer fahren wir nun 60 km/h und hin und wieder stehen wir auf der Autobahn herum. Alle europäischen LKWs nehmen den Weg, den ich wir fahren und damit hat der Wahnsinn einen Namen: Autobahn. Das ganze reicht bis ein paar Kilometer hinter der französischen Grenze.

Dann endlich wieder beschleunigen auf 80 km/h. Endlich wieder frei 😂😂😂

Naja, wir ahnen, dass Monaco hinter den Bergen noch steht und nehmen die Abfahrt nach Nizza Ost. Wursteln uns durch die Stadt und erreichen die Strandpromenade! Hilde flaniert mit uns den ganzen Strand entlang und wir kommen aus dem Staunen gar nicht raus – es hat sich seit unserem letzten Besuch nichts Gravierend verändert!
Google führt uns nach Antibes unserem nächsten Campingplatz und nach einem kleinen Abstecher in eine Sackgasse kommen wir an. Der Platz ist eher ein Stellplatz, aber nicht unsympathisch. Nur die Zykaden in den Pappeln sind einfach zu laut. Deswegen hören wir die Leute auf dem Rummelplatz nur wenn sie ganz laut schreien. 🙄

Was wir allerdings hören können sind die Orcas, die ganz laut um Hilfe rufen. Jedes Mal gefolgt von Applaus der begeisterten Menschen. Leider finden wir keinen verwirklichbaren Plan zur Rettung der Orcas und sind ganz traurig. Aus Protest beschließen wir den Marinapark nicht zu besuchen. Damit verdienen sie 72 Euro weniger. Das wird ihnen hoffentlich eine Lehre sein.

Ich koche Penne mit Pesto (zufällig genau die richtige Menge Nudeln!) Wir trinken und essen wie die Kaiser und erfreuen uns unseres Lebens.

Nach einer Dusche und ein paar Seiten im Kindle drehen wir das Licht ab und gehen schlafen.

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