Eden reloaded

Wir verpassen die Semmellieferantin obwohl sie hupt, gefühlte 10 Zentimeter neben meinem Ohr. Sabine hat’s da gut, in ihren Ohren stecken Ohropax oder wie auch immer die orangen Stöpsel heißen.

Kinder wegschauen – ja, der Hitze geschuldet schlafen wir nackt. Und da ist es nicht einfach aufzustehen und rauszurennen … genau, denn wo soll man das Kleingeld einstecken 😂

Ich will uns ja nicht vernaddern, aber es war bereits 10 Uhr 🤭.

Das Auto fährt laut hupend von dannen und wir sind munter. Wir starten die Morgenroutine, kurz zusammengefasst, Sabine läuft rauf, um Semmeln zu holen und ich mache Nespresso Kaffee und richte Besteck, Teller und Butter usw. vor der Hilde im Schatten her.

Hab ich euch ja gesagt, ich behalte ihn, so lange er mich so gut bekocht von morgens bis abends. 😂

Der Ausblick ist auch in der Früh episch! Wir sitzen gespannt da und folgen jeder Welle, erstaunt, dass es gar so viele sind. Dann setzen wir uns aufs Fahrrad und fahren ur lange (500m 🙄) zum nächsten Sandstrand. Da sind Liegen und Schirme am Strand und da wir ja mit dem Fahrrad unterwegs sind, haben wir unsere eigenen Liegen nicht mit (es ist mir natürlich nicht leicht gefallen die Liegen bei der Hilde zu lassen) und rätseln, was auf dem Schild da steht. Griechische Buchstaben und darunter 5 Euro. Wir vermuten pro Liege und Schirm: das leisten wir uns!

Aber es kommt besser. Sabine will zahlen gehen, aber bekommt erklärt, die Liegen sind gratis, man wünscht sich nur eine Konsumation mit mindestens 5 Euro. Wie cool ist das denn? Griechenland ist spitze!

Wir richten uns unter einem Schirm häuslich ein (ein Handtuch pro Liege) und gehen vor zum Strand. „Sandstrand“, sagt Sabine. „Kleinsteinstrand nenne ich das!“, antworte ich. Tatsächlich sind die Steine rund 3 bis 5 mm im Durchmesser – wie würdest du das nennen?

Drum hat er seine Schwimmbatschen an 🙄

Die Wellen sind ca. 2m hoch – das schaut nach Spaß aus! Also nichts wie rein und… erstes Mal geschlempert. Die erste Welle haut mich einfach um. Wer mich gut kennt, weiß, dass ich Wasser eher zögerlich betrete. Egal bei welcher Temperatur, ich und das Wasser müssen uns immer langsam anfreunden. Doch in diesen Wellen… also was soll ich sagen, die haben mit mir gemacht was sie wollen. Das war schon lustig anzuschauen.

„Salzwasserspülung“, nennt Sabine das, „ist gesund!“ Jaja. Sabine treibt es zu den Felsen am linken Teil des Strandes und ich rufe ihr zu von dort wegzuschwimmen. Das gelingt ihr nicht und sie versucht an den Strand zu kommen. Ist lustig anzusehen, aber ich erinnere mich daran, wie elegant es bei mir wahrscheinlich ausgesehen hat, als ich auf allen vieren auf den Strand gespült worden bin, und ich verkneife mir mein Lachen.

Ja, die Wellen hatten echt eine Kraft. Die Strömung auch. Die Wellen waren so hoch, dass ich sie nicht Erspringen konnte.

Wir sind einhellig der Meinung, dass wir nie einen Tsunami erleben möchten, nachdem wir die Macht der Wellen nun erlebt haben. Am Strand ist es sehr gemütlich, fast chillig 😁 und ich gebe einer Laune nach. Ich poste auf Facebook, ob noch wer Lust hätte dem Sparverein Eden beizutreten. Der Gedanke dabei: wir kaufen ein Stück Land am Strand, parzellieren es, bauen ein paar Gemeinschaftshäuser und leben im Paradies. Das Projekt bekommt den Namen Eden.

Kaum gepostet ist Sissy gleich dabei. Du bist einfach die Beste liebe Sissy. Du darfst als erste deine Parzelle aussuchen!

Leider outet sich sonst noch niemand, also sinkt meine erste Euphorie kurz und ich überlege zum millionsten Mal, warum es so verlockend ist „auszusteigen“ und fast niemand es macht. Es wäre wirklich nicht schwer. Ich glaube sogar, dass es in Griechenland erschwinglich wäre, oder täusche ich mich? Wer weiß was??

Später fahren wir zurück zur Hilde. Neben uns stehen jetzt noch ein paar Camper und haben den Charme unseres Stellplatzes stark geschmälert.

Also setzen wir uns aufs Rad und fahren zurück zum Strand in das angeschlossene Restaurant. Sonnenuntergang, gutes Essen und wir zwei in trauter Eintracht. Ein perfekter Abend.

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2 Antworten auf „Eden reloaded“

kalimera ihr zwei – wäre nicht mein naturistendasein dazwischen gekommen mit korsika, wäre ich schon lange in griechenland. ….und irgendwann bleib i dann durt…. war lange mein lieblingslied und ist es immer noch. naja, da werma noch redn übers aussteigen – da wär ich sicher dabei, in welcher form auch immer. griechenland hat man einfach im herzen. eure bilder bewirkten sofort eine sehnsucht, obwohl ich ja selber im moment im süden war. griechenland ist unvergleichlich und es wird wirklcih höchste zeit, wieder hinzufahren. also kalinichta und vorher noch griechischen wein, dann schläft man sehr gut. sissy

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