Der Sand unter der Hilde

Die Nacht war schwül und heiß. Sabine hat schlecht geschlafen. Ich wie immer wie ein Stein. Das sagt auch meine Uhr, die meine Schlafqualität bewertet wie ein digitaler Richter – und ich schneide immer besser ab als verdient. Das macht das Schlechtschlafen echt nicht lustig, wenn neben dir einer liegt, der tief und fest schläft 🙃. 

Zum Frühstück gab es heute ein Mandelschoko-Croissant, und dann hatten wir die wahnwitzige Idee, wieder Wasser zu fassen. Ok, wir wollen noch eine Woche hier bleiben und hatten kein Wasser, also war es nicht ganz so wahnwitzig. Also bauen wir das Vordach und die anderen Tücher ab und ab geht es zum Wassertanken.

Bis dahin klappt alles – Wasser in den Tank, altes Wasser raus, die üblichen Wohnmobil-Rituale. Aber dann beim Retour auf den Platz passiert es. Die Hinterräder graben sich in den Sand ein. Nicht ein bisschen, sondern runter bis zum Schmutzfänger. Sabine legt unter Einsatz ihres Lebens den Keil, den wir zum Niveauausgleich nutzen, hinter das Rad, und glücklicherweise klappt die Idee und wir kommen wieder raus. Musste den Keil nämlich mit dem Fuß ein bissi fixieren, war nicht ganz clever, hat aber geklappt 🫣. 

Also neue Anfahrt aussuchen für den ursprünglichen Platz und… du ahnst es schon – wir graben uns schon wieder ein, nur diesmal noch tiefer. Ich will es so lassen, denn wir stehen nun gerade auch ohne Keile, aber dann bin ich doch zu nervös. Also fällt mir ein, wie man ein Auto im Schnee wieder flott bekommt – durch Hin- und Herwackeln, also vor und zurück. Es klappt.

Erleichtert bin ich dagegen, den selben Platz noch einmal anzufahren, und daher stellen wir uns eineinhalb Meter weiter weg vom Strand auf. Dann alles neu aufbauen in der Hitze und ohne vorher Sonnenschutz aufzutragen. Dazwischen verliere ich fast die Kontrolle über meinen Körper vor Hitze. Bist du deppat, wir waren erledigt 😩, weil so heiß und pralle Sonne. Es am VM zu tun hatte den großen Vorteil, dass die Nachbarn nicht da waren und uns nicht zugeschaut haben 😜. 

Sobald wir fertig sind, ab ins Meer. Den Rest des Tages gibt es Schatten unter dem Sonnenschirm am Strand. Drei Mal im Meer heute – neuer Rekord! Einmal wollt ich eine Schwalbe aus dem Wasser retten, aber es stellte sich als Treibholz heraus. Dann habe ich halt ein Treibholz gerettet aus den meterhohen Wellen, die es heute gab. Ich hau mich immer noch ab. Die Schwalbe lacht auch 😂. Dann duschen und rauf zur Strandbar auf der Klippe, wo man das Gefühl hat, die ganze Welt gehört einem.

Am Abend gibt es wieder Mozzarella und jetzt sitze ich da – Sabine hat die Chips von daheim aufgemacht und ich kämpfe mit mir, ob ich knabbern soll oder nicht. Es ist ein innerer Konflikt zwischen Urlaubsgelassenheit und dem schlechten Gewissen wegen dem Salzgehalt der Chips. Den Ausgang liest du vielleicht morgen an dieser Stelle. 🤫🤫🤫 sag ich nur 

Wobei – so lange musst du nicht warten – ich hatte schon ein Chips… und du kannst die vorstellen, dass da jetzt ein Damm gebrochen ist..

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