Der Fjord, der Berg und das Glück 🍀

An alle, die bei der Überschrift wieder an Unfälle denken, es war keiner, alles gut hier!  Aber lasst uns in der Früh beginnen: Michi macht gegen 10:00 Kaffee, die drei kleinen, deutschen, lauten Kinder haben uns nicht aufgeweckt, weshalb sie immer noch munter auf ihren Laufrädern unterwegs sind 😂. Wir müssen dann eine kleine Arbeitssession einlegen, die Onlinetherapieeinheit klappt wunderbar.

Und ich habe zwei tolle Artikel geschrieben. Auf https://digioneer.pro kann man sie lesen, oder sich anmelden, dann erhält man neue Artikel jeden Tag um 10:00 Uhr in seinem Posteingang!! Voll praktisch und vor allem super interessant 🧐 Heute habe ich zum Beispiel über das Thema: „wie komme ich zu meiner ganz privaten KI“ geschrieben. Natürlich wieder ein gut recherchierter Artikel mit erstaunlichen Erkenntnissen!!

Nach einem zweiten Kaffee und einer heißen Dusche verlassen wir den netten Stellplatz am Fjord. Die Namen habe ich beim 1000. aufgehört mir auch nur ansatzweise zu merken 🫣. Michi verlässt sich darauf, dass ich einen Plan habe und das Navi mit unserem nächsten Ziel füttere und wir düsen los. Ziel ist der berühmte Geiranger Fjord mit den 7 Schwestern. Ich bin unschlüssig von welcher Seite wir ihn anfahren sollen, weil eigentlich ist der Plan, ihn mit dem Motorboot zu befahren. Nachdem es aber schon eher spät am Tag ist, verwerfen wir den Plan und disponieren um zur Autofähre durch den Fjord. Das wiederum hat zur Konsequenz, dass ich durch meine Recherchen den Eindruck habe, von Hellesylt nach Geiranger zu fahren ist stressfreier und menschenleerer als umgekehrt. Ich ändere also die Route und wir fahren Richtung Hellesylt, was sich zwei Stunden später als wahrer Glücksgriff herausstellt, da unsere Fähre locker besetzt, die in die andere Richtung pummvoll ist!

Wir cruisen also wieder gemütlich mit der Hildeplaylist im Ohr durch die Landschaft und erreichen nach ca 2 1/2 Stunden (inkl. einer 13 Minuten Fähre) den Ort Hellesylt. Am Weg buche ich uns online die Fähre um 17:20, weil wir die um 15:50 vermutlich gerade nicht erwischen und merke dabei, dass die letzte Fähre um 17:20 um einiges billiger ist – 97€ statt 150€. Man muss dazu sagen, dass es sich dabei ausschließlich um eine Touristenfähre handelt, die Verkehrsfähren kosten entweder nichts oder 5-15€ (immer je nach Länge des Fahrzeugs). Wir freuen uns also, dass wir gespart haben, kommen sehr entspannt am Fähranleger an und wollen noch eine Runde durch die Shops drehen. Der Einweiser fragt uns, ob wir Tickets haben, ja für die 17:20 Fähre. Er so: wollt ihr noch auf die 15:50 Fähre mit? (Es ist 15:52) Ich: okay, wenn wir nicht aufzahlen müssen, gerne!
Und schwupps, waren wir oben *fährefahrenkönnenwir* 💪🏻.

Michi in Flip Flops unterschätzt die Temperaturen und geht sich umziehen 🤦🏻‍♀️, aber die Patagônia Jacke rettet ihn vor Wind und Kälte – nur zur Info: kalt war es nicht, Weste ja, aber mehr nicht. Männer, die weinen, halt!

 

Wir genießen also top ausgestattet den berühmtesten Fjord in Norwegen zum halben Preis und 1 1/2 Stunden früher – wieder mal echtes Glück gehabt! Tatsächlich begleitet uns das Glück 🍀 Immer wieder erwischen wir die richtige Zeit, den richtigen Platz, das richtige Wetter – wir Glückskinder 🥰.

Der Sage nach sind die 7 Schwestern (7 Wasserfälle) umworben worden, alle haben den Avancen des Werbers nicht nachgegeben. Der den 7 Schwestern gegenüberliegende Wasserfall wird deshalb „der Freier“ genannt. Als ihn keine heiraten wollte, griff er zur Flasche, das sieht man an dem Inneren des Wasserfalls, das wie eine Flasche geformt ist. Kann man glauben, muss man aber nicht 🤷🏻‍♀️. 

Als ich vor 40 Jahren auf der MV Stardancer gearbeitet habe, sind wir in Alaska jede Woche durch solche Fjorde geschippert. Nun konnte ich mich wieder gut an das beklemmende Gefühl erinnern, wie es ist, in einem engen Tal zwischen senkrechten riesigen Felsbergen, unterwegs zu sein. Um ehrlich zu sein ist der Fjord ganz unten auf der Beliebtheitsskala bei mir. Dafür muss ich sagen, dass der Ausblick auf 1500 meter fantastisch war!! Also finde ich – unterm Strich – das bekannteste Ding in Norwegen …. sagen wir 4 von 5⭐️.

Michi fragt mich: „Was jetzt?“, weil er weiß für einen Abenteuertag kann es das nicht gewesen sein. So stell ich ihm das Navi und wir fahren Würmchen. Die aufmerksamen Leser:innen unter euch wissen, dass Michi da wenig entspannt ist, wenn er Würmchen = Serpentinen auf dem Navi sieht, aber nachdem heuer alles ganz anders ist (ich erinnere nur an den beinahe leeren Kühlschrank), taugt es ihm und wir kommen immer höher. Beim See auf 1000m meint er, jz sind wir aber schon hoch. Das Navi führt ihn aber noch höher, nämlich auf 1500m – der höchste mit dem Auto erreichbare Punkt mit Fjordblick! Eine traumhafte Aussicht auf den Geirangerfjord 😍 von 1500m. Es liegt Schnee, es ist kalt und windig, aber wir sind  wie  ihr  wisst,  bestens  ausgestattet.


Michi ist dann iwie doch wieder froh, als wir uns bergab bewegen, als Belohnung für unser Abenteuer gibt es einen Burger und einen traumhaft schönen Stellplatz am tiefsten See Europas. Der See ist an seiner tiefsten Stelle 514m tief und gilt damit als der tiefste See Europas. Die Reise der Superlativen!!!

*Bobil Parkering Grodas-10€ ohne alles*

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