Kategorien
2025 Allgemein

Copy, paste

Ich wache auf, weil Sabines Wecker klingelt. Und weiß nicht wo ich bin. Ein gutes Gefühl. Langsam kommt die Erinnerung. Wir sind wieder auf dem Platz, wo wir drei Wochen faul am Strand gelegen sind. Und Sabine steht an und holt uns DAS Frühstück!


Ich denke mir, täglich grüßt das Murmeltier. Aber dann beginnt sich das Gewohnte von dem Neuen zu unterscheiden. Wir stehen zum Beispiel nicht in der prallen Sonne, sondern im Schatten von einem Baum. Als ich aus der Hilde raussah, sah ich nicht das Meer sondern Camper – und unseren alten Platz, an dem nun wer anders stand. Egal, dachte ich und machte erst einmal Kaffee. Die beiden Häferl, zwei Sessel und ein Tisch brachte ich in den Schatten der Hilde auf der anderen Seite und da kam auch schon das Mandelcroissant und das Erdbeertörtchen mit der Sabine.


Ich erledige meine Morgenroutine am iPad mit einem ganz ordentlichen WLAN bis Sabine aufgeregt ruft, dass der eine Camper sich zusammenpackt und fährt – und wir könnten den Nachbarplatz wieder in der ersten Reihe haben. Naja, ich bin noch nicht fertig mit einem Artikel für The Digioneer, aber erste Reihe stehen ist halt schon cool. Sabine beobachtet die Abreise heimlich hinter der Hilde versteckt und läuft mit einem Sessel los, sobald der Camper sich in Bewegung setzt um unsere Besitzansprüche klar zu zeigen. Das war schon a bissi lustig 😂. 


Ich soll auch abfahren, sobald Sabine mir ein Zeichen gibt, also stelle ich alles weg von der Hilde auf meiner Seite, schließe den Strom ab, setze mich ans Lenkrad und fahre los. Ein kurzes Rumpeln – das waren die Keile wahrscheinlich – denke ich mit und schon bin ich auf der anderen Straßenseite und baue mich exakt in den Platz ein.

Typischer Fall von: ich hab geglaubt, er hat, er hat geglaubt, ich hab….

Sabine hält mir ganz aufgeregt die Trittstufe, die einen tiefen Riss zeigt hin und holte den orangefarbenen Kübel unter der Hilde hervor. Den Teppich habe ich auch mitgeschliffen, aber sonst ist alles gut gegangen. Sabine (und ich auch nicht) hat nicht die Sachen in Sicherheit gebracht, obwohl ich dachte, das hätte sie!

Mein Fehler, der Kapitän ist immer der Verantwortliche also sage ich: das Stockerl kaufen wir neu beim Berger! Und alles ist wieder gut. 👍

Dann ist es natürlich ur heiß in der ersten Reihe und wir hängen die Markise auf. Wie gewohnt in kurzer Zeit, und montieren auch noch das neue Baumtuch. Ich setze mich in den Schatten. Es ist Mittag und es ist sehr heiß. Das Markisemontieren hätten wir uns sparen können, nachdem wir ja auch wussten, dass wir am Abend wegfahren, aber wurscht. 

“Ich mach und noch Weckerl und dann gehen wir and en Strand“. Klar, ab jetzt mache ich Copy Paste bei einem alten Beitrag, denke ich.

Aber irgendwie … naja, wir liegen faul am Strand herum, zwischen lauten anderen Menschen. Vielen lauten anderen Menschen. Es ist deutlich mehr los als in unseren ersten drei Wochen. Die Sabine aufwecken. Ich höre Musik und diskutiere mit ChatGPT das neue, alte Glamping Modulhaus Projekt und bin dabei ganz happy.


Ins Meer gehen und Pfirsich essen – duschen gehen und…. Markise wieder abbauen, da wir uns mit Edith und ihrer Tochter bei dem tollen Restaurant treffen – im La Plage. Ich werde etwas unrund, da ich ungern unnötige Anstrengungen erleide und denke mir, die Markise hat es eigentlich nicht wirklich gebracht…. Anyway, wir haben einen schönen Abend mit den Bekannten von Sissy, die wie sich herausstellt mit uns am gleichen Schiff zurück ans Festland fahren werden.

Apropo – Die Fähre hat die Abfahrtszeit verschoben auf 19:30 und Sabine hat das nicht getaugt und sie hat auf die frühere Fähre umgebucht. Die ist aber auch 4 Stunden zu spät, weshalb sie eigentlich genau unsere Zeit ist, nämlich 12:30 Abfahrt. Ich war schnell, 5 Minuten später gab es keine Plätze mehr 💪🏻. Weil Fähre fahren können wir 💪🏻.

Kategorien
Allgemein

Der Sand unter der Hilde

Die Nacht war schwül und heiß. Sabine hat schlecht geschlafen. Ich wie immer wie ein Stein. Das sagt auch meine Uhr, die meine Schlafqualität bewertet wie ein digitaler Richter – und ich schneide immer besser ab als verdient. Das macht das Schlechtschlafen echt nicht lustig, wenn neben dir einer liegt, der tief und fest schläft 🙃. 

Zum Frühstück gab es heute ein Mandelschoko-Croissant, und dann hatten wir die wahnwitzige Idee, wieder Wasser zu fassen. Ok, wir wollen noch eine Woche hier bleiben und hatten kein Wasser, also war es nicht ganz so wahnwitzig. Also bauen wir das Vordach und die anderen Tücher ab und ab geht es zum Wassertanken.

Bis dahin klappt alles – Wasser in den Tank, altes Wasser raus, die üblichen Wohnmobil-Rituale. Aber dann beim Retour auf den Platz passiert es. Die Hinterräder graben sich in den Sand ein. Nicht ein bisschen, sondern runter bis zum Schmutzfänger. Sabine legt unter Einsatz ihres Lebens den Keil, den wir zum Niveauausgleich nutzen, hinter das Rad, und glücklicherweise klappt die Idee und wir kommen wieder raus. Musste den Keil nämlich mit dem Fuß ein bissi fixieren, war nicht ganz clever, hat aber geklappt 🫣. 

Also neue Anfahrt aussuchen für den ursprünglichen Platz und… du ahnst es schon – wir graben uns schon wieder ein, nur diesmal noch tiefer. Ich will es so lassen, denn wir stehen nun gerade auch ohne Keile, aber dann bin ich doch zu nervös. Also fällt mir ein, wie man ein Auto im Schnee wieder flott bekommt – durch Hin- und Herwackeln, also vor und zurück. Es klappt.

Erleichtert bin ich dagegen, den selben Platz noch einmal anzufahren, und daher stellen wir uns eineinhalb Meter weiter weg vom Strand auf. Dann alles neu aufbauen in der Hitze und ohne vorher Sonnenschutz aufzutragen. Dazwischen verliere ich fast die Kontrolle über meinen Körper vor Hitze. Bist du deppat, wir waren erledigt 😩, weil so heiß und pralle Sonne. Es am VM zu tun hatte den großen Vorteil, dass die Nachbarn nicht da waren und uns nicht zugeschaut haben 😜. 

Sobald wir fertig sind, ab ins Meer. Den Rest des Tages gibt es Schatten unter dem Sonnenschirm am Strand. Drei Mal im Meer heute – neuer Rekord! Einmal wollt ich eine Schwalbe aus dem Wasser retten, aber es stellte sich als Treibholz heraus. Dann habe ich halt ein Treibholz gerettet aus den meterhohen Wellen, die es heute gab. Ich hau mich immer noch ab. Die Schwalbe lacht auch 😂. Dann duschen und rauf zur Strandbar auf der Klippe, wo man das Gefühl hat, die ganze Welt gehört einem.

Am Abend gibt es wieder Mozzarella und jetzt sitze ich da – Sabine hat die Chips von daheim aufgemacht und ich kämpfe mit mir, ob ich knabbern soll oder nicht. Es ist ein innerer Konflikt zwischen Urlaubsgelassenheit und dem schlechten Gewissen wegen dem Salzgehalt der Chips. Den Ausgang liest du vielleicht morgen an dieser Stelle. 🤫🤫🤫 sag ich nur 

Wobei – so lange musst du nicht warten – ich hatte schon ein Chips… und du kannst die vorstellen, dass da jetzt ein Damm gebrochen ist..

Kategorien
Allgemein

Ein kleiner Spaziergang

Der Wanderführer von Tantchen spricht von einem kleinen Spaziergang zum Cascade des Anglais – ein Wasserfall mit Gumpen zum Baden. Es stellt sich als nicht sooooo klein heraus…

Aber lasst uns am Beginn des Tages beginnen. Das Bäckerauto mit sehr vielen Leckereien erreicht uns um 8:30, ich hole also Frühstück. Diese französischen Törtchen und Mandelcroissants torpedieren ganz gewaltig meine Vorsätze 🫣

Relativ zügig machen wir uns fertig, weil wir um 10 von Tantchen abgeholt werden – zu einem kleinen Spaziergang – wie sie und der Wanderführer sagen – zu einem Wasserfall. Die Schweizer Freunde sind auch dabei. Nach 1,5h Fahrt kommen wir beim Ausgangspunkt unserer kleinen Wanderung an, Sissys Freunde haben das mit „klein“ wörtlich genommen und kommen in Flip Flops. Schnell sind die Schuhe getauscht und wir starten los durch einen richtig schönen und sehr kühlen Buchenwald. Das letzte Stück ist Kletterei, aber wir erreichen den Wasserfall nach ca. 1:15 mit seinen eisigen Gumpen ohne Verluste und Verletzte 💪🏻.

Wir – eigentlich nur Sissy und ich, Lisa ist nur halb dabei 🙂 – schmeißen uns in die eisigen Fluten (wir schätzen das Wasser auf 17 Grad). Während wir im Wasser halb erfrieren werden wir vom französischen TV gefilmt, Sissy juchzt und schreit „Autriche“, wir wissen nicht, ob das im Beitrag drinnenbleiben wird 😂.

Wir jausnen und brechen dann langsam wieder auf. Am Weg runter kehren wir noch ein und landen gegen 15 Uhr wieder beim Auto. Wir sind müde, aber gleichzeitig auch voller Tatendrang, weshalb wir noch Corte (Korsikas frühere Hauptstadt) mit seiner Burg besichtigen. Im Auto werden wir von Tantchen mit allerlei musikalischen Schmankerln unterhalten, wir haben gemeinsam eine einfach geile Zeit 🫶🏻. An dieser Stelle ein dickes Bussi an Sissy und Franz, dass sie so lieb sind und uns ihre Lieblingsinsel zeigen und uns mit so viel Freude und Humor herumkutschieren! 😘


Corte ist ein liebes Städtchen, die Korsen sehen es immer noch als ihre Hauptstadt, in echt ist es aber Ajaccio. Wir stiefeln also auf die Burg, die diesmal wirklich ein kleiner Spaziergang von 6 Minuten ist, flanieren noch durch die Einkaufsmeile und fahren dann mit einem kleinen Zwischenstopp bei einer alten Brücke (Pont Altiani) heimwärts.


Michi und ich sind uns ungewöhnlich einig, dass wir heute nix mehr kochen wollen und holen einfach Pizza. Ein wirklich grandioser Tag geht zu Ende 🫶🏻

Sorry, durch ein technisches Gebrechen sind meine witzigen und intelligenten Kommentare leider verschwunden. Das kann ich leider nicht alles noch einmal schreiben. Naja, kann man nichts machen 🙄 Nächstes mal speichere ich öfters mal ab.

Kategorien
2025 Allgemein

The Beach, the chair and the other chair.

Die zweite Nachthälfte war angenehm von der Temperatur her und Aufstehen um 8:00 Uhr voll ok. Das WLAN vom Platz ist grad noch ok und das Zoom Meeting startet pünktlich 8:30 Uhr. Es war echt fein zu schlafen, das Meer als Hintergrundgeräusch und die Meeresbrise 🤩

Dann fängt es an an zu haken. Zuerst spinnt die Nespresso und liefert keinen Kaffee. Egal. Mache ich halt einen Filterkaffee – genau auf solche Fälle sind wir vorbereitet. Naja, ganz so wars nicht, Michi meinte sofort, wir kaufen eine neue. Aaaaber: ich hab sie ein bisschen gestreichelt und ihr zugegebenermaßen ein wenig gedroht, jz geht sie wieder 😜

Dann sitzen wir hinter der Hilde im Schatten und naschen die Bäckereien, die Sabine noch bekommen hat. Ich hab den Bäcker fast verschlafen 🤭. Alles läuft wieder. Wir präparieren den Vorplatz mit Sonnensegel und allem und ich setze mich auf den Sessel und er geht wieder – und dieses Mal richtig kaputt.

Sabine erinnert mich daran, dass wir schon letzten Herbst den kaputten Sessel hatten, aber ich habe das komplett vergessen. Typisch! Manchmal verdrängt man die Ärgernisse vom letzten Mal so erfolgreich, dass man sie völlig aus dem Kopf streicht.

Ich versuche ein paar Lösungen aber keine bringt das gewünschte Ergebnis. Zu allem Überdruss ziehe ich mir einen Mikro-Schiefer ein und mein Daumen tut jedes Mal weh, wenn ich was angreife. So kann das nicht weitergehen! Ja, so richtig flutscht es noch nicht 🤭

Ich gebe auf und wir haben am Nachmittag einen neuen gekauft bei Gifi, zu dem wir mit Sissy und Franz gefahren sind. Nachdem wir in einem Leclerc Einkaufszentrum einkaufen waren. Und auch nachdem wir einen kleinen Sessel in einem Bauhaus gekauft haben. Den wir allerdings nach dem Besuch in Gifi wieder zurückgeben haben. Eine Sesselodysee, aber Tantchen hat nie die Ruhe und ihren Optimismus („wir fahren so lange rum, bis wir einen Sessel finden“) verloren, lustig war die Autofahrt 🙃

Manchmal ist das Leben wie ein Sessel-Karussell – aber am Ende sitzt man dann doch wieder bequem! Und es ist schön, dass Sissy und Franz mit uns die Odyssee durch die Möbelhäuser gemacht haben.​​​​​​​​​​​​​​​​ Aber wirklich 🤩

Es ist 18:48 und wir liegen am Strand  . Später werden wir Mozzarella essen und vermutlich Würfelpoker spielen. Ich werde vermutlich wieder gewinnen und so wird der Tag noch ein großartiger erster Urlaubstag werden  😎 Wird er nicht, und…er weiß es eigentlich schon 😜

Kategorien
2025 Allgemein

Die zweite Nacht ist entscheidend

Der Morgen bei Sabines Eltern in Kärnten war gemütlich – nach dem gelösten Wasserstandanzeige-Problem ging es endlich los Richtung Livorno.

Aaaalsoooo, mein Mann, der Maschinenbauingenieur hat den Fühler einfach falsch kalibriert 😂 DAS war das Wasserstandsanzeigeproblem  

Die Fahrt war super, Sabine und ich haben uns schön abgewechselt am Steuer. 32 Grad und die Hilde Playlist hat aus den Lautsprechern gedröhnt 🙃
Beim Billa haben wir noch schnell eingekauft und unterwegs ein gefülltes Croissant gegessen – so startet man richtig in den Tag!

Der erste italienische Cappuccino war göttlich! 
Im Hafen von Livorno haben wir den vorletzten Platz bekommen – dachten wir zumindest. Den vorletzten ordentlichen Platz trifft es wohl eher! Jetzt stehen noch 8 Womos da, aber offenbar ist das hier völlig normal. Niemand kommt um für Ordnung zu sorgen, scheint so zu laufen hier.
Nach einer Pizza (meine war echt grauenhaft – manchmal hat man halt Pech! wobei, Sabine hat mit mir getauscht und die Möwe, die ich mit der grauslichen Pizza gefüttert habe hat sie gut geschmeckt) habe ich die Absaugpumpe installiert, damit wir später duschen können. Bin neugierig, ob meine Idee aufgeht. Ing. Michi😂

Die Pumpe brauchen wir, weil das mit der Konstruktion des Wasserablaufs nicht ganz so super hingehauen hat 🫣 Herr Ingenieur 🤣
Die heutige Nacht wird wohl zeigen, ob es ein guter Urlaub wird. Ist schon komisch – die erste Nacht, da ist man noch im Anreise-Modus, alles neu, alles aufregend. Aber die zweite Nacht, die ist anders. Da merkst du erst richtig: Ok, jetzt bin ich wirklich weg von daheim. Jetzt beginnt der Urlaub erst richtig. Die Technik muss funktionieren, der Rhythmus muss stimmen, und vor allem: Du entspannst dich endlich. Die zweite Nacht ist wie ein kleiner Test – schaffen wir es, uns fallen zu lassen? Oder bleiben wir noch im Kopf zu Hause?
Morgen wissen wir mehr!
Gratis Stellplatz im Hafen Livorno – chaotisch aber funktional.

Kategorien
2024 Allgemein

Der lange Tunnel

Wir sind um 10:00 Uhr aufgestanden  (es war wieder sonnig mit ein paar großen Wolken. Aber sonnig!! ☀️) und haben den Tag mit einer Dusche in der schönsten Dusche der Welt begonnen. Frisch und voller Energie setzten wir unsere Reise fort. Unser erstes Ziel war die nächste Fähre, die uns sicher nach Stavanger brachte. In der Nacht war es stürmisch und regnerisch gewesen. Daher hatte das Meer noch große Wellen, die die ebenfalls recht große Fähre ordentlich ins Tanzen brachten. Sabine hatte großen Spaß daran – naja, es ging so -, und ich natürlich auch 😜. Einzig die Alarmanlagen der Autos waren nervig.


In Stavanger angekommen, machten wir uns auf den Weg in das Zentrum, gingen rauf und runter (ist ein Mini Siena 😂) bis wir ein passendes Lokal, den Happy Corner, fanden und uns mit dem „Walhalla Burger“ gestärkt haben. Danach gönnten wir uns eine Kugel Eis und setzten uns danach am Hafen in ein gemütliches Café, um einen Kaffee Latte zu genießen. Der Ort strahlte eine besondere Atmosphäre aus und wir fühlten uns sofort wohl. Eigentlich haben wir nur gegessen und a bissi gschaut 😂😂😂


Mit den „ryde“ E-Scootern fuhren wir zurück zu Hilde, unserem treuen Wohnmobil, und machten uns auf die nächste Etappe unserer Reise. Diese führte uns durch einen beeindruckenden Tunnel.

 

Dazu eine kleine „Gut zu Wissen“ Info zu dem Tunnel: Der Ryfylketunnel ist mit speziellen Beleuchtungstechniken ausgestattet, die dafür sorgen, dass die Fahrer wachsam und aufmerksam bleiben. Alle 6 Kilometer wird der Tunnel mit farbigen Lichtern und besonderen Ausbuchtungen aufgelockert. Diese visuellen Pausen helfen, die monotone Fahrt zu unterbrechen und bieten eine willkommene Abwechslung während der langen Fahrt unter der Erde.

Der Ryfylketunnel ist der längste und tiefste Unterwassertunnel der Welt. Er verbindet die Städte Stavanger und Strand. Der Tunnel ist etwa 14,4 Kilometer lang und erreicht eine Tiefe von 292 Metern unter dem Meeresspiegel. Kommt auf die Liste der Superlativen dieser Reise! 


Nach einer kurzen Fahrt nach dem Tunnelerlebnis erreichten wir einen kleinen Hafen. Dort entdeckten wir ein riesiges Drachenboot, eine beeindruckende Nachbildung eines Wikingerschiffs. Wir waren fasziniert von der Detailtreue des Bootes und verbrachten einige Zeit damit, es zu bestaunen.

Der Platz für die Nacht am Hafen ist wirklich sehr einfach, aber es gibt Strom, was will man mehr? Und wieder sehr unkompliziert mit der App Marina gebucht. Duschen gibt es übrigens auch ☺️. Zufrieden und voller neuer Eindrücke ließen wir den Tag ausklingen und freuen uns auf die Abenteuer, die der nächste Tag für uns bereithalten wird, wenn wir einen Berg besteigen, um auf über 600m die Welt von oben betrachten zu können.

*Bobilparkering Jorpeland – 22€ inkl Strom, Dusche, Wm und Trockner*

Kategorien
2024 Allgemein

Fähre gegen Auto – unentschieden

Jeder Tag ist anders.

Wir sind nun schon fast zwei einhalb Wochen unterwegs, ich schau die bisherigen Einträge an und bin erstaunt, was wir schon alles erlebt haben.

Heute haben wir wieder bis 10:00 Uhr geschlafen. Dann bricht freundliche Hektik aus…

…bis 12Uhr müssen wir den Platz verlassen!

Naja, das werden wir schon schaffen!


Aber nicht mit dir! Du bist immer ur langsam! Aber echt, in Zeitlupe bewegen ist definitiv deine Superkraft 🤦🏻‍♀️. Es wäre eh 13:00 gewesen, aber ich hab dich halt in dem Glauben lassen, so sind wir halbwegs weggekommen 🤷🏻‍♀️. 

Naja, denke ich mir, nicht immer, nur wenn’s geht…nein, eher immer 😂

Heute geht es. Ich gehe noch Sand in eine Colaflasche füllen. Die nehme ich mit. Habe schon zwei Flaschen mit Sand zuhause stehen. Eine wo wir waren vis a vis von der Halbinsel wo nur Männer rauf dürfen und sich Sabine so darüber aufgeregt hat und die andere fällt mir gerade nicht ein. Was ja auch eine echt Frechheit ist – sollen sie weitere Stacheldrahtzäune aufstellen, die Mönche vom Berg Athos, pffff 😡.  Gut das ich jetzt „Colaflasche“ geschrieben habe, dann kann ich das nächste Mal danach suchen, wenn ich vergesse wo der Sand her ist… 😉

Wir fassen noch Wasser und ab geht es Richtung… Süden? Ich habe keinen Plan, den hat nur Sabine. Sie versucht zwar beharrlich mich in die Planung miteinzubeziehen, aber ich winke immer ab und sage: „Mein Job ist das Fahren! Du bist der Navigator!“
Und meine natürlich die Naviagatorin!! 🙌

Wir fahren nicht wie Garmin es vorschlägt, sondern wie Sabine es geplant hat. Nachdem jetzt die Sonne rausgekommen ist, ist es eine großartige Landpartie. Nur die Straße!! Keine Mittellinie!! Wer unsere Aufzeichnungen kennt, weiß, dass ich kein Freund von Straßen bin, die keine Mittellinie haben. Das gute an dieser Straße: keine Serpentinen!!


Wir sind lange Zeit alleine auf der Straße. Die führen hier wahrscheinlich Frequenzzählungen durch – Ergebnis immer ca. 1 Auto pro Stunde – und haben daher bisher immer darauf verzichtet, die Straße neu zu machen. Es geht nur immer ein Typ mit einem Kübel Teer rum und füllt die Löcher aus. So sieht die Straße aus. Das Teer hat jedes Jahr eine andere Farbe. Also, ihr könnt euch vorstellen – es ruckelt aber ist hübsch 😂

Wir kommen zu einer Fähre und freuen uns, dass vor uns wenig Fahrzeuge stehen. Sabine geht vor und schaut. Es ist 13:30. Sabine kommt zurück. Du, die nächste Fähre kommt um 17:00 Uhr, glaube ich. Wenig später die Bestätigung aus dem Internet. 17:00 und dann 19:00 Uhr. Wir hätten Garmins Route nehmen sollen, sagt Sabine. Ich zuckte mit den Schultern. Ich bin nur der Fahrer.  Sollen wir die Garmin Route fahren, oder warten?, frage ich.


Warten ist nicht so das Ding für Sabine, also drehe ich die Hilde um und wir fahren alles zurück, bis wir wieder auf der Garmin Route sind. Als hättest du 3,5h gewartet 😂 nicht mal Essen hatten wir noch 🤷🏻‍♀️. Irgendwann gehen wir einkaufen für die nächsten drei Tage und nach weitern x Kilometern landen wir in einem kleinen Hafen, mit ein paar Stellplätzen. Wirklich nett hier!!

Sabine gefällt es hier. „Jetzt sind ein Stück weiter die Straße rauf auch die Leute angekommen, die mit der Fähre gefahren sind. Aber sie waren nicht einkaufen und haben keine schöne Landpartie gemacht.“

Ich fahre nur.

Wir grillen Lachs und schlagen uns den Bauch voll. Uns geht es wirklich großartig. Pura Vida!! 🫶🏻 Eine wirklich tolle Reise bisher 🫶🏻

*Stellplatz am kleinen Hafen – Lysnes Småbåthavn – 24€/Nacht inkl. Strom und Dusche

 

 

Kategorien
Allgemein

Frei stehen für Anfänger und Anfängerinnen

Mit einem Mal war es klar: wir sind noch keine autarke Freisteher. Die Anzeige am Smartphone zeigte 0 Watt Ladeleistung. Und damit müssen wir jeden zweiten Tag unsere Batterie mit Landstrom aufladen.

Aber fangen wir am Anfang an. Nachdem wir die ersten Jahre von Campingplatz zu Campingplatz getingelt sind stach uns der Hafer und wir haben uns ein aufklappbares PV Modul mit 200 Wh angeschafft. Zuhause auf der Terrasse hat es funktioniert nachdem es angekommen war. Das nächste Mal war in Igoumenitsa vor zwei Jahren. Da hatten wir eine lange Pause vor der Abfahrt der Fähre nach Brindisi. Da hat alles super geklappt. Letztes Jahr in Spanien und Portugal wieder eine Campingplatz nach dem anderen. Doch heute sollte es soweit sein. Nach einem ersten Test am Nordkap vor ein paar Tagen, als wir uns mit dem neuen Wechselrichter Kaffee machen konnten, war es klar, wir werden bald freistehen und unseren Strom durch die Sonne beziehen. Einfache Rechnung: 200 Watt rein, 100 Watt für den Eiskasten, 1500 Watt für den Kaffee – sollte sich gut ausgehen.

Aber leider ist in unserer PV Anlage der Wurm drin. 0 Watt ist zuwenig, dazu muss man kein Mathematiker sein. So leben wir halt gerade von der Batterie und nicht von der Sonne 🤷🏻‍♀️, die ja rund um die Uhr scheinen würde. Ich glaub ja, der Herr Maschinenbautechniker hat iwo einen Fehler gemacht, aber er ist noch nicht draufgekommen…wird schon ✊🏻. 

Ansonsten ist nicht viel passiert heute. Wir verließen den schönen See um 12 Uhr. Dann einkaufen (das war echt ein wenig spooky, nicht nur, dass ich seit einer Woche noch nie gehört habe, dass wir einkaufen müssen, fragt mich Michi heute als ich Lachs und vegetarische Würstel ins Wagerl leg, ob ich Angst habe, zu verhungern? Hä??? Wer ist er und wo ist mein Mann?), tanken (9,8l/100km), ein neues Hörbuch („Going Zero“ – sehr spannend) in rund 300 km später der „einsame“ Platz etwas erhöht an einer Nebenstraße. Einsam deswegen, weil kurz nach uns haben sich Norweger etwas weiter weg eingeparkt. Diese App, die Sabine verwendet, um Plätze für das Übernachten zu finden, kennen offenbar auch Einheimische. Ich glaub, die kennen alle 😂. Aber gut, zwei WoMos hier heroben ist echt einsam ☺️



Jetzt sitzen wir im warmen Bett, weil draußen die Wolken zuzogen und ein kalter unfreundlicher Wind pfiff. Jetzt wäre auch die funktionierende PV Anlage kein Nutzen. Ohne Sonne kein Strom. Morgen hoffen wir auf Sonne, um die Drohne ausprobieren zu können! Schlaft gut ☺️

Kategorien
2024 Allgemein

Von Kopenhagen nach Stockholm: Eine Reise voller Kontraste

Der Tag begann früh auf einem schlammigen Stellplatz in Kopenhagen. Trotz des matschigen Untergrunds starteten wir gut gelaunt in den Tag. Vor der Abreise erledigte ich noch einige Aufgaben für die diwo – ein digitaler Nomade auf dem großen Abenteuer. Bisschen Arbeit musste sein, ich hinten, Michi vorne in Hilde. 


Dann ging es endlich los! Die Straße vor uns, das Ziel klar im Blick: Stockholm. Die Fahrt war lang, aber unser treues Gefährt „Hilde“ schnurrte zufrieden vor sich hin. Ein Highlight: Unser äußerst effizienter Benzinverbrauch von nur 9,6 Litern pro 100 Kilometer – ein Grund zur Freude für jeden Reisenden! Und dann fuhr ich 3 Stunden, beim nächsten Tanken wird er nicht mehr so juchzen 🤷🏻‍♀️. Das Highlight war natürlich die Öresundbrücke (7,8km), die Dänemark und Schweden verbindet! Und unser Transponder machte das was er sollte, nämlich *Piep*!

 

Unterwegs gönnten wir uns eine Kaffeepause bei McDonald’s, die perfekte Stärkung für die weiteren Kilometer auf der Autobahn. Während Sabine sich ein paar hundert Kilometer auf die Straße konzentrierte, nutzte ich die Gelegenheit für ein Nickerchen im hinteren Teil von Hilde – Reisen kann so entspannend sein! Jetzt sind wir endlich weitergekommen 💪🏻.

Zwischenstopp 😋


Nach einer langen, aber ereignisreichen Fahrt (Wasser kam in Form von Regen vom Himmel) erreichten wir schließlich unser Ziel: Stockholm. Die schwedische Hauptstadt empfing uns mit offenen Armen. Trotz der späten Stunde fanden wir noch einen geöffneten Supermarkt und deckten uns mit dem Nötigsten ein: ein leckeres Sandwich, Käse und Oliven – die perfekte Kombination für ein spätes Abendessen.

Nun liege ich hier im Bett, lasse den Tag Revue passieren und schreibe diesen Beitrag. Vom matschigen Stellplatz in Kopenhagens bis zu den gepflegten Gassen Stockholms – was für ein Kontrast! Es war ein langer Tag voller neuer Eindrücke, und ich bin gespannt, was Stockholm morgen für uns bereithält.

Die Reise geht weiter, und ich kann es kaum erwarten, mehr von dieser faszinierenden Stadt zu entdecken. Gute Nacht aus Stockholm!​​​​​​​​​​​​​​​​

Übrigens, es ist noch taghell um 22:00 😳

Mittlerweile ist es 22:17 und draußen ist es immer noch hell! ☺️

*Stellplatz Alvsjö – 40€/Nacht inkl. Strom*

Kategorien
2023 2023 2023 Allgemein Hilde

Wir sagen „Danke“ und bis zum nächsten Mal

…wir passieren am frühen Nachmittag die österreichische Grenze und es wird uns schmerzlich bewusst, unsere geile Reise ist leider schon vorbei.

Nach 6898km mit Hilde, mehr als 200km zu Fuß (uff, daher bin ich so müde…😂), vier Länder und 6 Wochen Reisezeit kommen wir gut in Kärnten an und werden mit einer leckeren (*mansagtdochlecker*) Riesengrillerei erwartet! 

Ein launiger, lustiger Abend lässt unseren Roadtrip durch Italien, Frankreich, Spanien und Portugal gemütlich ausklingen.

Wir sagen „Danke“, dass ihr uns begleitet habt und unsere Abenteuer mit uns erlebt habt! Danke 🙏 

Ich sage „Danke“ an Michi, den besten Reisebuddy, den man haben kann, auch wenn er immer selber fahren will 😂. Es war wieder mal eine lustige, spannende, abenteuerliche und gemütliche Reise mit dir! Wir haben gelacht, gestaunt, aber vor allem haben wir genossen 😍. Ich danke dir! Ohne deine Ideen zur Reiseroute, wären wir vermutlich 6 Wochen in Bibione gestanden. Danke für deine unermüdliche Neugier und Begeisterung neue Orte zu entdecken und zu erkunden. 🥰 Und danke für deine Nachsichtigkeit. Ich weiß, ich bin manchmal recht speziell aber du bist nie so richtig ausgezuckt. Und hast immer brav getrunken, denn, wenn es heiß ist, muss man viel trinken!! 😂😂

Ich sage „Danke“ an Hilde, die uns so zuverlässig durch Europa führt und uns gut uns sicher schlafen lässt! Wenn wir zu Hause sind, machen wir sie mal sauber, das arme Dinge 😱.

Wir sagen „Danke“ an all die lieben und freundlichen Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, die uns beherbergt haben (danke auch an Mama und Papa 😘) und unsere Zeit bereichert haben! 

Mal schauen, wohin es nächstes Jahr gehen wird! 🤟🏻