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2024

Weihnachten im Juli

Schlafengehen, wenn es hell draußen ist und aufwachen, wenn es hell draußen ist, ist hier in Finnland am Polarkreis nicht nur was für Langschläfer, die früh ins Bett gehen, sondern auch für Kurzschläfer – weil: angeblich wird es hier nie ganz finster im Juli. Es ist so wie warten auf den Weihnachtsmann am Heiligen Abend. Du schläfst immer ein. So auch wir, um 0:30 Uhr nachts haben wir aufgegeben und sind eingeschlafen. Also können wir nicht bestätigen, dass die Sonne die ganze Nacht scheint. Das nächste Mal wollen wir das überprüfen am Nordkap…

Fotos zw  21:30 und 0:30 uhr

Apropos Weihnachtsmann – heute Morgen waren wir in seinem Dorf. Vorher war noch ein bissi Arbei angesagt.


Der Weihnachtsmann ist mittlerweile der volle Kapitalist geworden, alles kostet in seinem Dorf was, und das nicht zu knapp. Ein Foto mit ihm wohlfeile 35 Euro, ein Latte um 6 Euro, Rentierfleisch in Scheiben … Spaß, so was würden wir nie (für uns) kaufen… zwei liegen jetzt als Mitbringsel um je 10 Euro in der Hilde…und noch ein paar andere wichtige Dinge, Eva deine Kugel natürlich auch – zwar etwas kitschig, aber ohne Kitsch gabs nix 🎅

Sabine hat uns eine Weihnachtspostkarte zu Weihnachten geschrieben und geschickt. Also für uns. Sie wird am 24.12.2024 in der Post sein. 🙄 Also ich bin gespannt was sie geschrieben hat. Ich hab nur unterschrieben…

Später auf der Straße laufen uns Rentiere über den Weg. Sabine ist voll aus dem Häuschen und fotografiert alle. Hmm, besser gesagt – sie will alle fotografieren, aber ist meist nicht schnell genug, hihi…aber echt, die sind echt schnell 


In einer finnischen Stadt gehen wir in ein finnisches Café und essen was Salziges und Kuchen. Die Einrichtung ist… originell…

Auf dem Weg nach Finnland kommen ewig lange schnurgerade Straßen, die am Horizont in einem Punkt enden. Die Wolken brechen auf und Sonnenstrahlen tauchen die Hügel und Seen in faszinierendes Licht. So hat die Erde viele Millionen Jahre ausgesehen – bis halt wir gekommen sind und eine asphaltierte Straße mitten rein gelegt haben.

Wir überqueren die Grenze ohne irgendwen zu sehen. Sabine ist überrascht, wenn sie das gewusst hätte, hätte sie viel mehr Rotwein mitgenommen…ihr wisst schon aus dem staatlichen Alkoholgeschäft in Schweden 🍷. Bis jz haben wir unsere Pässe noch kein einziges Mal aus der Tasche nehmen müssen. 

Später bleiben wir bei einem wirklich großartigen Supermarkt stehen. Alles ist hier super ordentlich geschlichtet und sauteuer. Preise sind ein wenig höher als bei uns aber keine Katastrophe. Nachdem Michi aber das letzte Mal in den 80er Jahren einkaufen war, kommt ihm alles sehr teuer vor 😂. Am Parkplatz essen wir einen Döner. Man muss dazu sagen, Michi liebt Supermäkte in fremden Ländern und verliert sich darin 🙄 ABER: wir haben zwei Flaschen Smirnoff ICE gekauft zum Anstoßen am Nordkapp. Beim Kauf hatten wir Glück: Alkohol wird unter der Woche nur bis 20 Uhr verkauft, es war 19:25 😥

und fahren noch 50 km, entscheiden uns dann aber erst morgen zum Nordkap zu fahren und bleiben bei einem kleinen Stellplatz am Ende eines der längsten Fjorde Norwegens (es ist Norwegens 4. längster Fjord und Nordnorwegens längster) stehen. Wir waschen Wäsche. Also Sabine wascht Wäsche. 😂 Danke Sabine, jetzt habe ich keine Angst mehr, bald meine Shorts zwei Mal tragen zu müssen…bitte gerne 😘

Im übrigen ist die Sonne noch nicht untergegangen (23:00) und in der Nähe ist ein Hardrock Festival. Das wird eine Nacht….

*Fjordutsikten Camping 30€/Nacht inkl Strom und Waschen*

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Kein Elchpark, kein Ikea, aber der Weihnachtsmann

Ich sag’s gleich: heute war nicht unser Tag. Nix hat so richtig funktioniert 🤦🏻‍♀️. Aber wir beginnen wie immer in der Früh. Michi macht Kaffee mit Milchschaum (ohne geht auch nicht in der Hilde) ☕️ und eigentlich sind wir schon a bissi grantig, weil es immer noch regnet. Unser Stellplatz am Minihafen hat uns eine echt ruhige Nacht beschert, aber die Wiese, die cm-hoch unter Wasser steht, beunruhigt uns ein wenig. Eigentlich haben wir uns schon für Elchpark UND Ikea entschieden, kommen bei dem Regen aber vom Elchpark, der auf Wiesenweiden liegt, wieder ab. Ein bissi bös und schlecht gelaunt (ich) geht’s weiter. Michi weiß: da hilft nur Essen und bleibt bei einem schwedischen Burgerladen stehen 😋. Ok, der hat echt meine Stimmung gehoben, der Kaffee war auch gut, drum ging’s weiter auf der E4.
Ihr müsst euch vorstellen, die Bundesstraße E4 geht durch viel Natur und ab und an sind kleine Städte mit großen Einkaufszentren (Mc Donalds, Tanke…). Sonst ist nicht viel Zivilisation…und…SEHR VIELE Wohnmobile – allerdings fast nur Weißware und Dickschiffe. Hilde fühlt sich ein wenig schlecht, obwohl ich ihr stündlich sage, sie hat fix die schönere Farbe und niemand hat eine Wasserschildkröte an der Seite 🐢. So schnurrt sie weiterhin zufrieden die E4 entlang. Wir kaufen auch ein wenig ein, bekommen keinen Wein und kommen drauf, dass der schwedische Staat das Alkoholmonopol hält und Alkohol nur in staatlichen Läden verkauft wird. Wir also hin, das müssen wir sehen. Regalreihen über Regalreihen nur Alkohol 🍷. Mein Rotwein ist schnell gekauft, weil in Norwegen verkaufen sie ihn entweder nicht oder SEHR teuer, drum wird er von mir eingeführt 🤷🏻‍♀️. Der nächste Ikea wird links liegengelassen, weil wir zum nördlichsten Ikea der Welt wollen.

IKEA… seit ich 10 Jahre alt bin begleitet mich IKEA nun schon. Ich habe viele IKEA Möbel aufgebaut und mich nur traurig von der Tischplatte meiner Schulzeit – irgendwann als wir in den Garten zogen – verabschiedet (die Tischbeine stehen bei Ines im Schupfen, darauf schneiden wir große Platten in kleine Platten!! Tolle Tischbeine). Ich habe fast alle IKEA Kataloge. Meine ersten Billy Regale haben mich in meine erste und zweite Wohnung begleitet und sind jetzt im Schupfen weiterhin unentbehrlich. Einige Zeit dachte ich, dass alle Welt so wie ich nur bei IKEA einkaufen würden. Das IKEA die Weltherrschaft übernehmen würde. Es wir euch Leser:innen langsam klar: ich liebe IKEA! ❤️❤️❤️ Oder?

Naja, es war bitter zu lernen, dass es Menschen gibt, die auch in andere Möbelhäuser einkaufen gehen … auch oder sogar wenn roter Stuhl ein Markenzeichen ist 🙄.

Wir cruisen also weiter mit einem Hörbuch, welches als Hörspiel aufgenommen wurde – echt nett zum Zuhören. „Das Kind von Sebastian Fitzek“ hören wir, sehr spannend!
Und nachdem heute nix so wirklich funktioniert, kommen wir unterwegs drauf, dass der Ikea nicht um 20:00, sondern um 18:00 zusperrt. Somit haben wir auch den nicht gesehen – nur von außen 😰.

Und jetzt war ich in Schweden und in keinem IKEA!!! 😥 Egal, vielleicht gibt es in Norwegen auch IKEA 🤩.


Unterwegs kam der Gedanke, doch über Finnland ans Nordkapp zu fahren und das Santa Claus Village mitzunehmen 🎅. Gesagt, getan, da stehen wir jz: am Stellplatz (online von unterwegs aus gebucht) vis a vis vorm Weihnachtsmanndorf, durch das der Polarkreis verläuft. Solltet ihr euch wundern, wenn ihr Post von Santa bekommt….🎅

*Best Park Artic Circle – 24,90€/Nacht*

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Etappe eins zum Nordkap

Am heutigen Tag brachen wir gegen 11:00 Uhr von Stockholm in Richtung Nordkap auf. Bevor wir die Reise antraten, füllten wir den Tank unseres Fahrzeugs auf (Durchschnittsverbrauch 10,3l) und versorgten uns bei McCafé mit Kaffee für die Fahrt. Unsere Route führte uns auf die E4, die Hauptstraße Richtung Norden.

Die Fahrt verlief relativ ruhig, da nicht viel Verkehr herrschte. Die Straße war größtenteils dreispurig ausgebaut, wobei sich die zwei Fahrspuren abwechselnd auf die eine oder andere Fahrtrichtung verteilten. Dies ermöglichte ein sicheres Überholen langsamerer Fahrzeuge. Sabine fuhr wie immer auch ein paar 100 km – wahrscheinlich mit der Absicht den durchschnittlichen Verbrauch zu erhöhen (bergauf Vollgas!), aber in weiser Voraussicht bin ich die längste Zeit sehr defensiv und dieselsparend gefahren 💪… deswegen haben wir noch genügend Diesel im Tank, denn die Dichte der Tankstellen ist homöopathisch….na gut, aber hinter den Leuten hier hertuckeln tu ich fix auch nicht! Und Hilde hat viel mehr Spaß beim zügigen Fahren – hat sie mir mal geflüstert 🫢. 


Zum Mittagessen hielten wir bei McDonald’s an. Leider erwies sich dies als weniger angenehme Erfahrung. Die Wartezeit war unerwartet lang, und der bestellte vegane Burger enttäuschte geschmacklich. Zusätzlich funktionierte Sabines App nicht ordnungsgemäß, und die Angestellten zeigten sich wenig hilfsbereit bei diesem Problem. Sie zuckten lediglich mit den Schultern, anstatt eine Lösung anzubieten. Auch die Bezahlung am Selbstbedienungsterminal mit Karte schlug fehl. Diese Unannehmlichkeiten führten zu dem Entschluss, McDonald’s in nächster Zeit zu meiden. War eh eher aus der Not heraus, weil nix anderes vorhanden 🤷🏻‍♀️. 

Wir haben den Podcast „Geschichten aus der Geschichte“ (übrigens sehr zu empfehlen) gehört und da die Folge zur Vasa. Und weil wir gestern im Museum so gut aufgepasst hatten (es hab einen kostenlosen Audioguide fürs eigene Handy, loving it 🙂 wussten wir schon alles 💪🏻. Die aktuelle Folge über Leopoldine – eine Habsburgerin und Kaiserin von Brasilien 🇧🇷 haben wir uns auch gleich angehört. In den Podcast müsst ihr mal reinhören, echt sehr gut und mittlerweile weit über 400 Folgen! Wir haben die beiden in Wien sogar schon mal live gesehen, Buch haben sie mittlerweile auch geschrieben. 

Die Fahrt setzten wir bis etwa 18:30 Uhr fort. An diesem Punkt steuerten wir den ersten geplanten Stellplatz an, mussten jedoch feststellen, dass dort kein Platz mehr für Hilde war. Die kleinen Stellplätze hier sind oft nur 5 in einem kleinen Hafen oder auf einem Parkplatz der Stadt, weshalb man nicht sicher sein kann, einen Platz zu finden. Meist suchen wir die Plätze mit der Park4night App, die sämtliche Kategorien (CP, Stellplätze, Plätze ohne Wasser- und Stromversorgung etc) umfasst, so lässt sich eigentlich immer was Passendes finden. Glücklicherweise entdeckten wir auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht einen kleinen Hafen, der sich als idealer Übernachtungsplatz erwies. Dieser unerwartete Fund rundete den Tag trotz der vorherigen Schwierigkeiten positiv ab. Beim Dauercamper Malte haben wir unseren Platz gecheckt und bezahlt. Michi wär’s gleich wieder gefahren, weil vorher iwen fragen, dann iwen anrufen und dann iwen aus dem Camper klopfen…ich muss eh nicht weiterreden oder? 😂 Hab also ich gemacht, drum stehen wir jz auch an der Ostsee und haben Strom. 


Die Reise vom pulsierenden Stockholm bis in die ruhigeren nördlichen Regionen Schwedens markierte den Beginn unseres Abenteuers Richtung Nordkap, mit einer Mischung aus geplanten Routen und spontanen Anpassungen. 🤦🏻‍♀️Wir raten jz gemeinsam, wer sich spontan anpassen muss 😂. Was wir morgen tun außer ans Nordkapp weiterzufahren, ist noch unklar, es wurde nicht zu Ende diskutiert 😉. Michi mag in einen schwedischen Ikea, ich in einen naheliegenden Elchpark – wie es aussieht, machen wir beides, stay tuned!

 

*Stellplatz an der Ostsee – Bäcknäset – 20€/Nacht inkl. Strom*

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Stockholm und die Vasa

Wir können uns nicht entscheiden, ob uns Stockholm oder Kopenhagen besser gefällt, es war ein soooo gemütlicher und aufregender Tag. Und es gab wieder ein 1. Mal – aber dazu später.
Michi war heute scheinbar schnell, nachdem wir schon um 10:30 bei der S-Bahn waren 😂.

Wir machten uns auf, Stockholm zu erkunden. Die Must See haben wir uns am Abend davor zu Gemüte geführt und uns schnell für eine weitere Hopp on Hopp off Tour entschieden – für einen ersten Überblick ist so eine Tour fantastisch 🤩. Ausgestiegen sind wir gleich mal in der Altstadt (mittelalterliche Stadtkern), die uns begeisterte. Nicht nur die kleinen Gassen erinnern an Venedig, auch, dass Stockholm auf 14 Inseln erbaut ist (Venedig auf 118).  Es wird deshalb auf Venedig des Nordens genannt 😍. Strahlender Sonnenschein und 24 Grad begleiteten unsere Stadttour. Zur Erfrischung goß mir Michi Cola über Shirt und Hose 🤦🏻‍♀️. Tollpatschiger großer Mann 🤦🏻‍♀️.

Naja, ungeschickt halt  🤷‍♂️. Ich hatte die Speisekarte vor die Cola Flaschen gestellt, wegen der Sonne.  Nichts ahnend, dass der Wind die Flaschen umwerfen würde, sobald der Inhalt weniger wird, wenn man ihn trinkt. Mein Fehler. Physik erste Klasse, aber jedenfalls nicht so groß wie der Fehler, als vor 400 Jahren dieses Schiff…


Wir setzten getrocknet und von Foccachia gesättigt unsere Erkundungsreise fort. *Spoiler*: Und weil wir gar so beschäftigt waren, vergaßen wir den Stockholm Magneten für Hildes Magnettafel 🤷🏻‍♀️.


Der nächste Stop war das Vasa Museum, wo das 1961 gehobene Kriegsschiff aus dem Jahre 16…iwas ausgestellt ist – als Ganzes! Echt beeindruckend! Gesunken ist sie bei der Jungfernfahrt, 1300m vom Hafen entfernt – echt a Pech! Sie wurde einfach physikalisch falsch gebaut – 2 Jahre lang. Das Museum ist echt einen Besuch wert, hat uns sehr gut gefallen. Das Wikingermuseum haben wir auf Norwegen verschoben und so beschlossen wir am Wasser und im Sonnenschein mal einen Drink zu nehmen. Es soll uns nie schlechter gehen 🥰.


Die Stockholmer und ihre Stadt sind Wien recht ähnlich, wenn man so Kleinigkeiten wie Sprache etc jetzt mal ausblendet. Aber insgesamt fühlen wir uns sehr wohl hier. Auffallend ist, wie freundlich und geduldig alle Menschen hier sind, das macht echt Spaß, hier Tourist zu sein. Okay, das ist in Wien ein wenig anders 🤦🏻‍♀️.
Bei Cola und Wein kam die verrückte Idee auf, dieses Mal einen E-Scooter auszuborgen (unser 1. Mal), um die Markthalle zu besuchen. Gesagt getan, hinter der Brücke fanden wir mit der Lime App schnell einen Parkplatz und unsere zwei neuen treuen Gefährten 🛴.

Warum brennen mir immer die Oberschenkel, wenn ich mit diesen Geräten fahre???

Wir flitzten also durch die Stadt, besuchten die weniger spannende Markthalle und ließen uns nach einem kurzen Abendesseneinkauf wieder am Wasser nieder. Und wieder stellten wir fest, wie gut wir es haben, wie gerne wir reisen und wie dankbar wir sind, schon sooo viel gesehen zu haben.
Uber brachte uns bis vor die Hilde, weil für S-Bahn und gehen waren wir nach so einem eindrucksvollen und spannenden Tag zu müde 😴. Morgen geht’s weiter ans Nordkapp 🥶

Wahrscheinlich werden wir morgen noch nicht das Nordkapp erreichen, aber hoffentlich näher sein als heute 😉

 

 

 

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2024 Allgemein

Von Kopenhagen nach Stockholm: Eine Reise voller Kontraste

Der Tag begann früh auf einem schlammigen Stellplatz in Kopenhagen. Trotz des matschigen Untergrunds starteten wir gut gelaunt in den Tag. Vor der Abreise erledigte ich noch einige Aufgaben für die diwo – ein digitaler Nomade auf dem großen Abenteuer. Bisschen Arbeit musste sein, ich hinten, Michi vorne in Hilde. 


Dann ging es endlich los! Die Straße vor uns, das Ziel klar im Blick: Stockholm. Die Fahrt war lang, aber unser treues Gefährt „Hilde“ schnurrte zufrieden vor sich hin. Ein Highlight: Unser äußerst effizienter Benzinverbrauch von nur 9,6 Litern pro 100 Kilometer – ein Grund zur Freude für jeden Reisenden! Und dann fuhr ich 3 Stunden, beim nächsten Tanken wird er nicht mehr so juchzen 🤷🏻‍♀️. Das Highlight war natürlich die Öresundbrücke (7,8km), die Dänemark und Schweden verbindet! Und unser Transponder machte das was er sollte, nämlich *Piep*!

 

Unterwegs gönnten wir uns eine Kaffeepause bei McDonald’s, die perfekte Stärkung für die weiteren Kilometer auf der Autobahn. Während Sabine sich ein paar hundert Kilometer auf die Straße konzentrierte, nutzte ich die Gelegenheit für ein Nickerchen im hinteren Teil von Hilde – Reisen kann so entspannend sein! Jetzt sind wir endlich weitergekommen 💪🏻.

Zwischenstopp 😋


Nach einer langen, aber ereignisreichen Fahrt (Wasser kam in Form von Regen vom Himmel) erreichten wir schließlich unser Ziel: Stockholm. Die schwedische Hauptstadt empfing uns mit offenen Armen. Trotz der späten Stunde fanden wir noch einen geöffneten Supermarkt und deckten uns mit dem Nötigsten ein: ein leckeres Sandwich, Käse und Oliven – die perfekte Kombination für ein spätes Abendessen.

Nun liege ich hier im Bett, lasse den Tag Revue passieren und schreibe diesen Beitrag. Vom matschigen Stellplatz in Kopenhagens bis zu den gepflegten Gassen Stockholms – was für ein Kontrast! Es war ein langer Tag voller neuer Eindrücke, und ich bin gespannt, was Stockholm morgen für uns bereithält.

Die Reise geht weiter, und ich kann es kaum erwarten, mehr von dieser faszinierenden Stadt zu entdecken. Gute Nacht aus Stockholm!​​​​​​​​​​​​​​​​

Übrigens, es ist noch taghell um 22:00 😳

Mittlerweile ist es 22:17 und draußen ist es immer noch hell! ☺️

*Stellplatz Alvsjö – 40€/Nacht inkl. Strom*

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Kopenhagen und Smørrebrød

Also eines schon vorweg: Kopenhagen hat uns begeistert! 🤩 Aber wie immer beginnen wir in der Früh – wir erwachen iwann gegen 10 und beginnen die Morgenroutine, ihr wisst schon Michi macht Kaffee mit geschäumter Milch (besser als in jedem Hotel), dann überlegen wir herum, was wir anziehen – Sonne, Wind, knappe 20 Grad. Wir entscheiden und für unsere neuen Patagônia Jacken und bereuen es keine Sekunde – beste Investition der Reise! Danke Paula für den Tipp! Der Wind geht nicht durch, der zwischenzeitliche Regenschauer wird angehalten und warm hält sie auch, ohne zu warm zu sein. Perfekt! Nachdem Herr Kainz auch endlich fertig ist, machen wir uns auf den Weg ins Zentrum. Schnell ist die Idee geboren, ein E-Bike zu mieten, so ist auch gleich ein Lime Account angelegt und schwupps haben wir zwei Bikes, mit denen wir ins Zentrum düsen.
Eine Hopp on hopp off Tour ist auch gleich gefunden und so cruisen wir mit dem Doppeldeckerbus durch die Stadt. Am neuen Hafen und bei der kleinen Meerjungfrau steigen wir aus und machen Touristenprogramm 😂.

Wir lassen den Tag bei Smørrebrød (dick belegte, leckere Brote – *mansagtdochlecker-*) ausklingen bevor wir beschließen, doch noch in die Kommune Christiania zu radeln. Dort umschließt uns nicht nur sofort eine Graswolke (Marihuana wird dort legal am Kiosk verkauft) als auch ein Konzert 🎶, dem wir eine Weile lauschen. Dazwischen ist die Stimmung etwas unrunder, weil Michi Rücken hat und insgesamt unzufrieden ist mit der Gesamtsituation, aber meiner guten Laune (und einem Pulver) ergibt er sich dann einfach 🫶🏻.
Es war ein großartiger und erlebnisreicher Tag in einer tollen Stadt! Morgen geht’s weiter nach Stockholm.

 

 

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Gruppendusche und Wolkenbruch

Nach einer zauberhaften ersten Nacht im Bauch der Hilde erwachen wir, weil das Feuerwehrfest im Waldbad mit etwa 200 Kindern in vollem Gange ist. Es erklang 🎶 Guten Morgen Sonnenschein, diese Nacht blieb dir verborgen, doch du darfst nicht traurig sein 🎶 Ich bereite Kaffee für Sabine und mich zu. Das Wetter ist herrlich, und nachdem Sabine begeistert von den tollen Duschen erzählt, beschließe ich, ebenfalls eine Dusche zu nehmen.

Mannschaftssport war noch nie mein Ding, und eine Gemeinschaftsdusche ist daher nicht gerade mein bevorzugter Ort, um mich zu reinigen. Doch meine Panikattacke war unbegründet – offenbar wollte am Vormittag niemand außer mir duschen. Soviel Glück konnte ich kaum fassen und so begann ein wunderbarer Tag. Heikler, großer Mann 😂

Wir fassten Wasser und fuhren Richtung Norden. Tanken an der Autobahn war nicht so teuer wie erwartet und wir beschließen eine Liste zu führen um die Reise auch kilometerweise zu erfassen. Ein bisschen was über 10 Liter pro 100km ist meinem defensiven Fahrstil (unter 100 km/h) zu verdanken. Da sind die paar Kilometer, in denen ich Gas gegeben hab, nicht so ins Gewicht gefallen 😂

In Rostock fahren wir direkt zur Fähre, die kurz nach unserer Ankunft im Hafen anlegt und uns an Bord lässt. Die Fähre hat einen riesigen Shop und mehrere Restaurants – kein Vergleich zu den Fähren, die wir aus Italien kennen. Wir essen einen Thunfischsalat und ein Brötchen mit Lachs. Willkommen in der Nordsee… oder an der Ostsee, egal… 🙂 Das war schon wieder echt unkompliziert, das Fährefahren. Wir buchen vorher ja nicht, weil wir ja nie wissen, wann Michi in der Früh fertig wird 😂. Jedenfalls sind wir einfach zum Ableger, am Hütterl gezahlt (191€) und los ging’s. Wir waren nicht allein 😂

In Kopenhagen angekommen, fahren wir zu dem Stellplatz, den Sabine gefunden hat. Kurz nachdem wir einen schönen Platz auf dem riesigen, aber fast vollen Gelände gefunden haben, beginnt es zu regnen. Der Strom fällt aus, und der Platz steht unter Wasser. Es ist nur ein kurzer Platzregen, aber der Strom bleibt weg. Also hole ich den Campingkocher und koche Nudeln mit gefüllten Paprika. Voll lecker, und als Nachtisch gibt es die Geschichte der Dänen – vorgetragen von mir, gutgelaunt. Aber es hilft nichts. Sabine, die Banausin, sagt, sie merke sich das sowieso alles nicht, und so lese ich über Könige, Wikinger und Grönland. Was für ein wundersames Land, das Land der Dänen. Aaaalllssoooooo, ein Wikipediaeintrag über die Dänen und ihre vielleicht, möglicherweise Abstammung, zwei oder drei oder sogar vier Brüder…echt jz?

 

Kinder, wegschauen, beim Essen soll man nicht Handyspielen 😂

Der Strom ist wieder da, das Wasser abgepumpt, und jetzt werden wir wohl „Axel F“ schauen, den ich extra für solche feuchten Abende heruntergeladen habe 🙂 Stimmung immer noch top an Board 🥳 Morgen geht’s nach Kopenhagen.

 

*City Camp Copenhagen – 35€/Nacht + 5€ Strom

 

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2024 Hilde

Schweden und Norwegen 2024

Unsere heurige Reise geht nach Schweden und Norwegen – mit dem Schwerpunkt Norwegen. Die Idee ist, durch Schweden recht zügig – wie zügig man 3500km eben fahren kann und mag – ans Nordkapp zu fahren und dann langsam an Norwegens Küste hinunterzutingeln. Die Durchschnittgeschwindigkeit ist 60km/h in Norwegen, drum schauen wir mal, wie schnell wir sein werden und wie weit wir kommen. Michi glaubt ja immer noch, wir fahren doch nach Italien (dort mag er das Essen fix lieber, sagt er 🤦🏻‍♀️) und wärmer ist es und überhaupt kennen wir es schon. Und das mit den Fähren – da kennt er sich auch nicht aus, kurz: Michi ist sich nicht mehr sicher, ob er nach Norwegen mag. Die Reiseführer hat glaubt ihr wer gelesen? 🙄

Es stimmt. Ich war mir von Anfang an nicht sicher. Das Argument – wir müssen diesen Teil Europas auch einmal gesehen haben – fand ich plausibel … und als ich zusagte, waren draußen Minusgrade und damit das Thema Nordkap nicht wirklich abschrecken. Doch mit den steigenden Temperaturen kamen die Zweifel: wie kalt ist es im Sommer? Was essen die Wikinger? Rollmöpse? Was gibt es zu sehen so hoch im Norden. Außer Bäume und Schnee? Ist ein Leben über dem Polarkreis möglich. Haben wir genug Brennholz für die Hilde? Und einen Ofen??? Was machen wir, wenn ein Eisbär unsere Spur kreuzt. Kann der deutsch? Usw. Ihr kennt das ja, zuerst frech zustimmen und dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist nachdenken.

Naja, irgendwann (heute morgen) habe ich dann beschlossen vom gewohnten Urlaubsfeeling in ein neues unbekanntes Expeditionsfeelung zu wechseln. Habe noch meine Abenteuer Hemden eingepackt und jetzt bin ich bereit – zum nördlichsten Punkt Europas und – noch weiter, wenn die Expeditionsleiterin es will – zu fahren! Die erste Belastungsprobe war eine unbefestigte und gesperrte Straße im Nirgendwo kurz vor dem Stellplatz – und… alles lief gut 👍

Dazu muss ich kurz erzählen, wie es zu der Idee, in den Norden zu fahren, überhaupt kam: seit Jahren liebäugeln wir mit der Idee und jedesmal überwog dann doch Griechenland, Italien, Spanien oder Portugal.  Michi: dort is kalt  Ich: aber tolle Natur. Michi: viel Gegend. Ich: ist schön. Ihr könnt euch die Dialoge vorstellen, hin und her, und dann wurde es doch wieder der Süden ☀️. Und heuer war es dann soweit: WIR haben uns für den Norden entschieden. Man glaubt nämlich nicht, dass WIR das entschieden haben, wenn man Michi jammern hört „so viel Gewand hab ich noch nie auf eine Reise mitgenommen“ „ich brauch sicher Winterstiefel“ „braucht Hilde Winterreifen?“ „wir könnten doch noch am Peloponnes fahren“.

Wir werden ihn also jammern lassen 😂, weil ich ziemlich sicher bin, dass es ihm super gut gefallen wird – schließlich weiß ich ja in etwa was auf uns zukommt, weil ICH die Reiseführer gelesen habe. In meinem Google Maps sind ganz viele Fähnchen von Dingen, die wir anschauen wollen – Eisbärmuseum, Wikingerdorf, Geiranger Fjord, Wasserfälle, Predigtstuhl, Elchpark, Bootstour, Papgeientaucherinsel, Städte, NP mit Moschusochsen, Lofoten, Walsafari und vieles mehr ☺️. Bin schon sehr gespannt und neugierig, was wir alles erleben werden!

Im Moment stehen wir neben einem Waldbad auf einem Stellplatz (18€ auf Park4night gefunden) nach Dresden. Hier sind alles soooo nett, die Dame vom Kiosk hat uns extra noch was zu essen gemacht, alle sind voll entspannt und echt freundlich! Und dass obwohl Deutschland verloren hat 🤓.

Stellplatz Crinitz – 18€ (Strom extra), direkt neben dem Waldbad